Abgeordneter im Kreistag des Rhein-Erft-Kreises
Abgeordneter im Kreistag des Rhein-Erft-Kreises
 

Land wir T - unsere Landwirtschaft braucht Zukunft

Land schafft Verbindung - wir rufen zu Tisch.

Kaster, 17.01.2020

 

Bundesweit demonstrierten am Wochenende die Landwirte und forderten "Sprecht mit uns statt über uns!" Auch vor dem REWE Markt in Kaster hatten heimische Landwirte große Traktoren mit Schildern aufgefahren und einen Infostand aufgebaut.

 

Die Bedburger CDU nutzte die Gelegenheit zum Gespräch. Statt Verbote müsse es mehr Kooperation und mehr Freiwilligkeit geben, so eine der Forderungen. So würden bereits heute viele Landwirte freiwillig jedes Jahr mehrere Hektar Ackerfläche zur Anlage von Blühstreifen nutzen und bieten damit Lebensraum für Insekten an. Hierzu gesetzliche Regelungen zu schaffen sehen die Landwirte als nicht sinnvoll und als einen Akt überzogener Bürokratie an.

 

Die von mir im vergangenen unterstützte Aktion "Bedburg blüht auf" unterstützt diese Freiwilligkeit und bindet mit der Möglichkeit der Übernahme einer Blüh-Patenschaft für eine Blühparzelle auch die Bürger mit ein.  

Ritter "Em Ulk" überreichten Scheck an den Hospizverein

Bedburg, 11.01.2020

 

Für den Hospizverein Bedburg Bergheim Elsdorf war der von den Bedburger Rittern "Em Ulk"  durchgeführte Generalappell ein sehr freudiges Ereignis. Der Verein bekam für seine Arbeit vom Vorsitzenden der Ritter Markus Albrecht eine großzügige Spende über närrische 1.111 € überreicht. Michael Krause, 1. Vorsitzender und Hermann-Josef Klein, 2. Vorsitzender sowie weitere Mitglieder des Vereins nahmen sichtlich bewegt den Betrag entgegen und bedankten sich bei den Karnevalisten. Diese Spende zeige, dass bei den Karnevalisten nicht nur gefeiert, sondern auch an das Wohl der Mitmenschen gedacht würde.

 

Die Moderation des Generalappells hatte wieder Marcel Schumacher in gewohnt perfekter Manier übernommen. Er führte gekonnt durch das Programm. "Das ist hier keine 5. Sitzung der Ritter, sondern nur unser Generalappell!" Die Ritter "Em Ulk" verstehen es meisterlich, diese Grenze zu verwischen.

Der Behinderten-Freundeskreis der Stadt Bedburg e.V. löst sich auf

Bedburg, 10.01.2020

 

Die Mitglieder des Behinderten-Freundeskreis der Stadt Bedburg e.V. haben im Rahmen einer Mitgliederversammlung mit deutlicher Mehrheit beschlossen, den Verein aufzulösen. Uli Kissels wurde beauftragt, die Abwicklung der Auflösung vorzunehmen.

 

Zuvor hatte Uli Kissels, Vorsitzender des Vereins, sichtlich große Mühe, den Auflösungsantrag den Mitgliedern vorzutragen und zu begründen: es fand sich kein Vorstand mehr, der den Verein weiterführen konnte oder wollte. Bereits bei der letzten Mitgliederversammlung hatte sich dieses Problem abgezeichnet, konnte damals aber noch gelöst werden. Heinz Köllen bedankte sich im Namen des Vorstandes bei allen Förderern des Vereins für ihre stete Bereitschaft, den Verein zu unterstützen. Es sei traurig, dass der Verein trotz einer soliden Finanzbasis nicht weitergeführt werden könne. 

 

Nach Vortrag des Geschäftsberichtes wurde der Vorstand einstimmig entlastet und die Mitglieder bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus für die geleistete Arbeit.

Barbara Gottesdienst der Bergleute: "Erwarten se nix!"

Jüchen, 01.12.2019

 

Traditionell feiern die Bergleute des Tagebaus Garzweiler alljährlich zum Jahrestag der Hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, in der St. Jakobus-Kirche in Jüchen den Barbara Gottesdienst. In diesem Jahr stand dieser unter dem Motto "Erwarten se nix!"

 

Pfarrer Ulrich Clancett verband in seiner Predigt das Motto mit der seit Kindheit geprägten Erwartungshaltung der Menschen zur Advent- und Weihnachtszeit und schlug folgend einen Bogen zu den Erwartungen der Menschen in der Region mit Blick auf den begonnenen Strukturwandel. Wenn nix mehr erwartet werde, dann bedeute das Stillstand. Deshalb sei es wichtig, etwas zu erwarten, in der Erwartung etwas Positives zu sehen, auch wenn es etwas dauere. Er warnte vor der Gefahr, den politisch rechts oder ganz rechts positionierten Aussagen "Erwarten se von denen da oben nix" zu folgen.

 

"Erwarten se nix" könnte auch das Motto der Bürgerstiftung Jüchen sein, die alljährlich zu Weihnachten bedürftige Kinder beschenkt. Die Stiftung durfte sich in diesem Jahr über einen Scheck über 600,00 € freuen, den die Mitarbeiter von RWE gesammelt hatten. Der Scheck wurde von Dr. Kosma, Leiter Tagebau Garzweiler und dem Betriebratsvorsitzenden Ismael Tekim nach dem Gottesdienst an den Vorsitzenden der Stiftung überreicht.

Feuerwehr ehrte Kameraden für 25 und 35 Jahre aktiven Dienst

Bedburg, 29.11.2019

 

Retten, Löschen, Bergen, Schützen. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist die Freiwilligen Feuerwehr vor Ort eine Selbstverständlichkeit. Aber so selbstverständlich wie es scheint ist es wohl kaum, wenn sich Freiwillige ehrenamtlich über 35 und 25 Jahre lang in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Dafür gebührt ihnen ein ganz besonderer Dank.

 

In einer Feierstunde im Haus der Begegnung in Kaster ehrte die Feuerwehr Bedburg die langjährigen Kameraden. 3 Kameraden wurden mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet. Weitere 3 Kameraden erhielten das Ehrenzeichen in Silber für ihren 25-jährigen Einsatz.

 

Die Feuerwehrehrenzeichen werden vom NRW Innenminister Herbert Reul verliehen, die Plaketten und Urkunden übergab stellvertretend der Bürgermeister. Die Abzeichen in Silber erhielten Brandinspektor Daniel Kreyes, Oberbrandmeister Frank Hamacher und Unterbrandmeister Thomas Maaßen, das Ehrenzeichen in Gold Oberbrandinspektor Wolfgang Esser und die Unterbrandmeister Jörg Breuer und Ralf-Peter Nix.

Übergänge am Monte Mare Kreisel werden behindertengerecht umgebaut

Bedburg, 23.11.2019

 

Was lange währt wird endlich gut. Das Gerangel um Zuständigkeiten hat ein Ende, die Übergänge am Monte Mare Kreisel werden jetzt behindertengerecht umgebaut.

 

In meiner Eigenschaft als Kreistagsabgeordneter habe ich am 07.11.2019 im Rahmen eines Ortstermins mit Vertretern des Landesbetriebs Straßenbau NRW und des Rhein-Erft-Kreises die Situation vor Ort erläutert und dabei die Probleme, mit denen nicht nur Behinderte beim Überqueren der Straßen konfrontiert wurden, geschildert. Eckige Kanten, zu steile Erhöhungen und Wasserlachen machen Behinderten, Fußgängern, Radfahrern und Müttern mit Kinderwagen das Leben an den Übergängen schwer und sorgten in der Vergangenheit für allerlei Schäden an den Fahrzeugen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass hier eine Verbesserung der Situation dringend geboten war.  

 

Ebenfalls geklärt konnte im Rahmen des Ortstermins die Frage, wer für den Kreisel, den Umbau und somit für die Kosten des Umbaus zuständig ist. Diese Zuständigkeitsfrage hat offensichtlich dazu geführt, dass in der Vergangenheit nichts passiert ist. Um diese Frage zu klären, mussten wir weit zurückblicken: Der Kreisel wurde damals in Verbindung mit dem Projekt Monte Mare gebaut – und das war Sache der Stadt. Tatsächlich gebaut wurde aber mit Blick auf die Auf- und Abfahrt der Landstraße L279 von Straßen NRW und in der Folge sollte dann eine Übertragung an den Rhein-Erft-Kreis als Baulastträger der Kreisstraße K36 erfolgen. Dies ist so aber nie erfolgt.

 

Da kann dann auch schon mal der Bürgermeister irren. Der hatte mir in einem Facebook Beitrag mangelnde Kenntnis der Zuständigkeiten vorgehalten, auf den Rhein-Erft-Kreis verwiesen und ansonsten in der Sache seinen Fachdienstleiter Torsten Stamm benannt. Die nachfolgenden Postings mehrerer FWG’ler zeigten, dass diese nicht nur nicht im Thema waren, sondern lieber persönliche Attacken einer Sachdiskussion vorziehen.

 

Als Fachdienstleiter Stamm in einem FB Eintrag mit Blick auf die weißen Markierungssteine für Sehbehinderte feststellte „Eine Barrierefreiheit wäre an dieser Stelle … gar nicht zwingend notwendig“, war ich alles andere als „amused“ und fragte sarkastisch nach, ob dies wohl ernst gemeint sei.

 

Wir tun hier in der Stadt alles für die Inklusion und Teilhabe behinderter Menschen und haben dazu entsprechende Beschlüsse gefasst. Für mich ist eine solche Aussage eines Fachdienstleiters, auch wenn diese folgend relativiert wurde, unerträglich. Es kann doch nicht sein, dass einerseits die Stadt mit Hinweis auf die Innerörtlichkeit die Kosten für die Beleuchtung des Fuß- und Radweges entlang der K36 zwischen dem Monte Mare und der Shell-Tankstelle in Bedburg übernimmt und andererseits die Innerörtlichkeit der Übergänge am Monte Mare Kreisel unterschwellig in Frage stellt.

 

Die Bürgerschaft interessiert nicht die Zuständigkeit, wohl aber die Lösung. Statt Postings hätte ich mir hier mehr Engagement der Stadt gewünscht. Um eine Nachhaltigkeit zu erreichen, habe ich mich nach dem Ortstermin mit dem Vorsitzenden des Behinderten Freundeskreises und mit der Behindertenbeauftragten beim Rhein-Erft-Kreis abgestimmt. Jetzt werden die Übergänge am Kreisel abgeflacht, die seitlichen Kanten aufgehoben und neue Markierungssteine für Sehbehinderte aufgebracht. Die Bauarbeiten dazu haben begonnen. Die Umbauten gehen zu Lasten des Landesbetriebs Straßenbau NRW, nach Fertigstellung wird dann der Rhein-Erft-Kreis Baulastenträger des Kreisels sein.

Kirchenchor „Cäcilia“ Kaster lud zur Cäcilienfeier ein

Kaster, 16.11.2019

 

Der Kirchenchor „Cäcilia“ an St. Martinus in Kaster lud traditionell zur diesjährigen Cäcilienfeier ein.

Begonnen wurde die Feier in der Martinus-Kirche Kaster mit einer Vesper zum Christkönigsfest. Dafür hatte der Chor eigens ein eigenes Liederheft mit Chorälen und Psalmen erstellt und einstudiert.

 

Im Anschluss daran wurde im Pfarrheim kräftig gefeiert und – wie es sich für einen Chor gehört – natürlich auch gesungen. Singe wem Gesang gegeben: die zahlreichen Gäste waren aufgerufen, die Lieder mitzusingen. Unter der musikalischen Leitung der Chorleiterin Margarete Wegener gelang so dann sogar ein mehrstimmiger Kanon.

 

Viel Spaß und Freude bereitete dann wieder die alljährliche Tombola, bei der nicht nur ein guter Tropfen, sondern auch schön aufgeblühte Weihnachtssterne gewonnen werden konnten und alle ein wenig auf die kommende Adventzeit einstimmten.

Seit 1909: 110 Jahre Drogerie Parfümerie Gummersbach in Bedburg

Bedburg, 06.11.2019

 

Eines der ältesten Unternehmen in der Stadt Bedburg, die Drogerie & Parfümerie & Foto Gummersbach, feierte sein 110-jähriges Bestehen. Natürlich ein guter Grund, dies zu feiern.

 

Wer die jetzigen Geschäftsräume auf der Lindenstraße betritt, fühlt sich in einer andere Zeit versetzt. Klassische Drogerien dieser Art gibt es in Deutschland fast nicht mehr, nur noch maximal 150 Läden schätzt Firmenchef Dieter Gummersbach die Anzahl.

 

Längst haben große Drogerieketten den Markt übernommen und das Warensortiment verändert. „Bei uns bekommt man aber immer noch Artikel, für die wir lizensiert sind und in den Ketten nicht zu finden sind. Da heben wir uns ab, da sind wir immer noch Drogerie & Parfümerie im alten und ursprünglichen Sinn. Bekanntlich kommt der Name Drogerie ja von Drogen“, lacht Dieter Gummersbach und erläutert, dass früher Tee‘s und Kräuter als Drogen umschrieben wurden.

 

Vom Ursprung der ersten Drogerie auf der Graf-Salm-Straße / Ecke Erftbrücke bis heute ist ein weiter Weg. Da gehen Dieter Gummersbach und Sohn Frank mit der Zeit. Die ursprüngliche Domäne „Foto“ verliert durch die Digitalisierung etwas an Bedeutung, dafür nimmt die Gesundheitsberatung und Gesunderhaltung auf natürlicher Weise basierend auf drogistischem Fachwissen einen immer größeren Raum ein. Auf Wunsch erfolgt eine Beratung im Laden, per Telefon oder, ganz zeitgemäß,  per Skype-Videokonferenz. Viele Artikel des Sortiments kann man zwischenzeitlich auch über das Internet bestellen oder sich nach Hause liefern lassen. Dabei macht das Internet mittlerweile rund 50% des Umsatzes aus.

 

Bei meinem Besuch nebst Gratulation habe ich unbeabsichtigt mit einer scherzhaften Frage einen vorher nicht erkannten „Volltreffer“ gelandet. Schnell wurde nachgerechnet und siehe an: das 110-jährige Jubiläum des Unternehmens entspricht exakt der Addition des Alters der beiden Betreiber. Herzlichen Glückwunsch!

Der Landrat lud traditionell Landwirte auf Schloss Bedburg ein

Bedburg, 04.11.2019

 

Landrat Michael Kreuzberg und Kreislandwirt Willy Winkelhag sind sich einig: das Miteinander der Landwirtschaft und dem Rhein-Erft-Kreis funktioniert bestens. Dies machten beide unisono beim traditionellen Empfang der Landwirte auf Schloss Bedburg deutlich.

 

„Bei aller Aufgeregtheit der öffentlichen Debatte in Sachen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz“, so der Landrat in seiner Eröffnungsrede, „schätze ich die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit vor Ort.“ Es sei erfreulich, dass trotz des trockenen Frühjahrs und Sommers die Ernte unerwartet positiv ausgefallen sei, aber nach dem trockenen Sommer im vergangenen Jahr hätten die Landwirte auch in diesem Jahr wieder Ernteausfälle zu vermelden. Dies müsse sich in einem marktgerechten Preis wiederspiegeln.

 

Kreislandwirt Winkelhag hob ebenfalls die Gemeinsamkeiten hervor. Der Landwirtschaft sei wichtig, gemeinsam die Dinge anzupacken. „Deshalb sind wir immer im Gespräch mit dem Naturschutz, der Biologischen Station und dem Rhein-Erft-Kreis, um gemeinsam praxisorientierte Lösungen für den Naturschutz und die Landwirtschaft zu finden.“

 

In einem Fachvortrag zur Artenvielfalt zeigte Elisabeth Verhaag von der Landwirtschaftskammer NRW die Möglichkeiten auf. Agrar- und Umwelt-Maßnahmen, der Vertragsnaturschutz, Greeningmaßnahmen oder freiwillige Maßnahmen. „Sie als Landwirt müssen entscheiden, welche Maßnahmen zu Ihrem Betrieb passen“. Unterstützung bei der Antragstellung für Fördergelder biete die Biodiversitätsberatung der Landwirtschaftskammer NRW.

 

Diese Beratung zeigt Erfolg. In den letzten drei Jahren sind von der Kammer insgesamt 140 Betriebe beim Thema Natur- und Artenschutz betreut worden. Dabei ist die landwirtschaftlich genutzte Fläche im Rahmen von freiwilligen Agrar- und Umweltvertragsmaßnahmen auf 600 ha angewachsen. Elisabeth Verhaag rief die Landwirte auf, einfach einmal mutig zu sein und auch mal eine Fläche stehen zu lassen: „Dies kostet nicht viel Fläche und somit auch nicht viel Geld. Der Effekt für den Schutz gefährdeter Vogel- und Insektenarten ist aber groß.“

 

Elisabeth Neisse, Vorsitzende der Landfrauen Rhein-Erft-Kreis/Stadt Köln, griff in ihrem Grußwort die Proteste der Landwirte in Bonn und in anderen Städten auf. Das zeige, wie wichtig der Dialog zwischen der Landwirtschaft und der Gesellschaft sei. „Es geht um die Zukunft der Landwirtschaft, unserer Betriebe und die unserer Familien. Deshalb brauchen wir jetzt dringend eine gemeinsame Vision für die heimische Landwirtschaft“.

 

Willy Winkelhag wünschte sich zum Abschluss mehr Zusammenhalt innerhalb des Berufsstandes, getreu dem Motto „Echte Fründe ston zesamme“. Lobend wurde auch das Engagement Bedburger Landwirte gesehen, die auf meine Initiative hin rund 6 ha Fläche Blühstreifen aufbereitet haben.

45 Jahre Bedburger Vogelschutz-und Liebhaberverein ARA-Rauna

Kirchherten, 03.11.2019

 

Seit 45 Jahren gibt es den Vogelschutz- und Liebhaber-Verein ARA-Rauna 1974 e.V.

Die Mitglieder des Vereins züchten überwiegend exotische und bunte Vögel, die ansonsten in fremden Ländern heimisch sind.

 

In einer großen Jahresausstellung präsentierte der Verein in der Mehrzweckhalle Kirchherten seine Zuchterfolge: rund 300 Vögel, weiße und bunte Kanarienvögel, Papageien, Kakadus, Wellensittiche, aber auch heimische Waldvögel. Inmitten der Halle hatte Vorstandsmitglied Wolfgang Saffarek eine große Voliere aufgebaut, in der sich die bunten Vögel offensichtlich sehr wohl fühlten, munter durch das Gehege flogen und auch das angebotene Futter nicht verschmähten. Andere Vögel mussten sich da meist mit kleinen Präsentationskäfigen begnügen. „Daran werden die Tiere vor einer Ausstellung gewöhnt“, macht Wolfgang Saffarek deutlich. „Ein normaler Vogelkäfig sollte es ansonsten aber schon sein, natürlich je nach Größe des Vogels.“

 

Neben der Zucht dieser Vögel hilft der Verein mit seinen 14 Mitgliedern aber auch den Vögeln in der freien Natur. So hängen sie überall im Bedburger und angrenzenden Gebiet Nist- und Brutkästen für die Vögel auf, nehmen verletzte Tiere auf und unterstützen Vogelliebhaber bei allen Fragen rund um diese Tiere. Besonders dort, wo in Bedburg neue Baugebiete entstehen, sind die Vereinsmitglieder besonders eifrig unterwegs, um die Tier zu schützen.

 

Wer einen solchen Vogel erwerben will, kann dies bei den Mitgliedern des Vereins tun. Ein kleiner Sittich oder Kanarienvogel ist für rund 20,00 Euro zu haben, für einen großer Kakadu oder Papagei werden dann aber schon mal mehrere hundert Euro fällig. Dahinter steckt immer viel Arbeit, die von den Vereinsmitgliedern gerne geleistet wird. „Bis zu zwei Stunden am Tag, während der Zucht natürlich noch viel mehr“, erläutert mir Saffarek bei unserem Rundgang durch die Ausstellung. „Aber das ist eben auch mein Hobby – und das mache ich natürlich gerne.“

MGV Königshoven mit stacheliger Unterstützung

Vor dem Hintergrund der Mailänder Scala trat der MGV Königshoven mit seinen Gästen auf

Königshoven, 03.11.2019

 

Jedes Jahr präsentiert der MGV Quartettverein 1930 Königshoven e.V. sich und seine Musik in einem Herbstkonzert. In diesem Jahr stand das Konzert unter dem Motto „Der große Lauschangriff – ihre Ohren – unsere Töne“.

 

Protektorin der Veranstaltung wurde in diesem Jahr Romina Plonsker MdL. Sie hatte im September den Chor zu einem Besuch in den Düsseldorfer Landtag eingeladen. Die Ehrennadel wurde ihr von ihrer Vorgängerin im Amt, Frau Dr. Ute Bermann-Klein, angeheftet.

 

Unterstützt wurde der MGV bei seinem Konzert durch einige Königshovener Schützenbrüder und dem Jugendchor Kaktus-Chor aus Köln. Die jungen Mitglieder dieses Chores präsentierten sich gekonnt munter und frech und brachten ein entsprechend junges und jugendliches Repertoire mit auf die Bühne. Musikalisch am Klavier begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger durch Julia Diedrich, die musikalische Leitung lag wieder in den bewährten Händen von Chorleiterin Daniela Bosenius.

Blühpaten erhielten Urkunden

Blühpaten können sich bereits jetzt für das kommende Jahr anmelden

Bedburg, 10.09.2019

 

Mehrere Bedburger Landwirte haben im Frühjahr dieses Jahres auf ihren Feldern breite Streifen mit speziell zusammengestellten Wildblumenmischungen ausgesät und damit für Bienen und Insekten ein ganzjähriges Nahrungsangebot geschaffen. Rund 9000 m² Blühfelder stellten sie so für die von mir ins Leben gerufene Aktion „Bedburg blüht auf“ zur Verfügung, bei der sich interessierte Bürger auch aktiv mit einer Blühpatenschaft beteiligen können.

 

Zum Dank für dieses persönliche Engagement erhielten die Paten nunmehr eine großformatige Urkunde mit den genauen GPS-Daten ihrer Blühparzelle. Einige Blühpaten nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort vom Blütenstand „ihrer“ Parzelle zu überzeugen. Soweit das Auge reicht, richten sich aktuell Sonnenblumen zur Sonne aus, überall summt und brummt es von Insekten, Bienen und Hummeln. „Vor den Sonnenblumen blühten auf diesem Streifen unter anderem Phacelien, Lupinen und Kornblumen, weitere werden jetzt noch den Sonnenblumen folgen“, berichtet Landwirt Albert Blum. Über 20 verschiedene Wildblumensamen hatte er ausgesät, einige der Blumen haben anfangs der langen Trockenheit Tribut zollen müssen, aber dann ist wie erhofft die Blühfolge eingetreten.

 

Blühpate Markus Klein, der gemeinsam mit Ehefrau Sandra eine Blühpatenschaft übernommen hat, freut sich über die Möglichkeit der Beteiligung und aktiv etwas für den Umweltschutz und die Bienen tun zu können.

 

Ich persönlich bin sehr positiv überrascht von der Resonanz auf meinen Aufruf. Dass Landwirte am Rand ihrer Felder Blühzonen stehen lassen, ist ja nicht so neu. Dass aber ganz gezielt breite Blühstreifen, teilweise inmitten eines Feldes, angelegt werden und damit auch Niedrigwild wie Hasen, Hamster oder Rehe einen geschützten Rückzugsraum bekommen, zeigt, wie verantwortlich die Landwirte mit der Fauna und der Natur umgehen.

 

Bei der Aussaat ist mindestens eine Blühstreifenbreite von drei Metern vorgesehen. Manche haben daraus dann fünf oder sechs Meter gemacht. Nicht minder überrascht hat mich die große Bereitschaft der Bevölkerung zur Möglichkeit der Übernahme einer Blühpatenschaft. Diese dauert bis heute hin unvermindert an.

 

Ich habe am Anfang der Aktion im ersten Jahr mit vielleicht fünf oder sechs Paten gerechnet, mittlerweile haben sich bei mir aber schon mehr als 25 Personen gemeldet. Das sind Einzelpersonen, Paare, aber auch Firmen, die damit ganz gezielt Werbung für den Umweltschutz machen wollen. 

 

Das verlangt mittlerweile im Hintergrund eine Menge Organisation und macht viel Arbeit. Blühparzellen müssten ausgesucht, die Geo-Daten und GPS Koordinaten festgestellt und entsprechende Urkunden erstellt werden. Das mache ich aber gerne und natürlich alles ehrenamtlich.

 

Für mich ist die Aktion „Bedburg blüht auf“ ein voller Erfolg. Überall in den Bedburger Ortschaften bis in den Herbst hinein große Blühfelder zu finden, ist nicht nur für die Bienen und Insekten wichtig, sondern auch ein positives Signal der Stadt Bedburg nach außen hin. Meinem Beispiel folgen jetzt Bergheim und Frechen; da unterstütze ich gerne mit meinem Know How.

 

Mit Blick auf die Nachhaltigkeit wird die Aktion in den kommenden Jahren fortgeführt. Ich gehe davon aus, dass sich die angebotenen Blühflächen dann auch noch einmal vergrößern werden. Zahlreiche Paten haben sich bereits zur Übernahme einer oder mehrerer Patenschaften angemeldet.

 

Wer im kommenden Jahr eine Patenschaft (kostet 50,00 € im Jahr) übernehmen möchte, kann dies bereits heute online unter der Adresse https://www.norbert-pleuss.de/#00002020 tun.

Monsignore Dr. Manuel Pozuelo Utrilla zu Grabe getragen

Köln, 03.09.2019

 

Monsignore Dr. Pozuelo Utrilla, langjähriger Pfarrer in Kaster und Königshoven, ist im Alter von 87  Jahren in Köln gestorben.

 

In seiner dort letzten Wirkungsstätte, der Kirche St. Barbara in Köln-Ehrenfeld, wurde in Konzelebration die Auferstehungsmesse gefeiert. Im Anschluss daran fand die Beerdigung im Priestergrab auf dem Melaten-Friedhof statt.

 

Die spanische Gemeinde in Köln begleitete musikalisch die Messe und die Beerdigung, ganz so, wie es sich Dr. Pozuelo immer gewünscht habe. Statt getragener Fado-Musik wurde lebhafte spanische Musik gesungen und mit der Gitarre begleitet. Parallel dazu wurden auf einer Leinwand Stationen aus dem Leben des Verstorbenen gezeigt.

 

Kreisdechant Msgr. Achim Brennecke umriss in wenigen Worten die Stationen von Dr. Pozuelo im Rhein-Erft-Kreis. Seine Familiennähe sei zum Symbol seiner Offenheit den Menschen gegenüber geworden. So sei es jetzt auch sicherlich in seinem Sinne, wenn in der Kirche St. Barbara, der Schutzheiligen der Bergleute, jetzt das Requiem gefeiert werde. Zugleich sei diese Kirche auch der Sitz der spanischen Gemeinde in Köln. Damit schließe sich der Kreis.

 

Zahlreiche Bedburger Bürger und Vereinsvertreter begleiteten Dr. Manuelo Pozuelo auf seinem letzten Weg, unter ihnen eine Abordnung der Morken-Harffer Schützenbruderschaft mit Fahne.

Das Montessori – Kinderhaus hat einen neuen Träger

Kirchtroisdorf, 29.08.2019

 

Die Stadt Bedburg hat die Trägerschaft für das Montessori-Kinderhaus in Kirchtroisdorf übernommen. Dies wurde mit einer kleinen Feierstunde begangen, zu der die Kinder einige Lieder und Spiele eingeübt und zur Aufführung brachten.

 

In der Kita werden 30 Plätze ab einem Alter von 2 Jahren angeboten. Inga Roeßing, Leiterin der Einrichtung, machte im Gespräch die Besonderheit dieses Kinderhorts deutlich. „Wir arbeiten hier nach der Maria Montessoris Methode. Dabei wird das Elternengagement ganz groß geschrieben und die Kinder unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen besonderen Wesensart gefördert.“ Das hilft den Kindern in ihrer Entwicklung in ganz besonderer Weise, insbesondere wird dadurch auch die Konzentrationsfähigkeit wesentlich verbessert.

 

In der weitläufigen Kita finden die Kinder alles, was ein Kinderherz sich wünscht: in den Räumen Spiele, Sitz- und Liegematten, außen einen Sandkasten mit einer Rutschbahn, Kletter- und Balancierbalken und vieles andere mehr. Damit das Spielen und der Sport nicht zu kurz kommen, habe ich den Kleinen ein paar Sprungbälle und hula-hoop-Reifen mitgebracht. Diese wurden natürlich sofort ausprobiert.

"Ersatzschirmherr" Paul Ziemiak begeisterte 

Königshoven, 30.06.2019


Stellvertretend für die Schirmherrin des diesjährigen Königshovener Schützenfestes St. Peter und Paul, der CDU Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer, die zu einer Sicherheitskonferenz nach Israel reisen musste, kam der CDU Generalsekretär Paul Ziemiak zum Schützenfest nach Königshoven. Mit einer kurzen und sehr motivierenden Rede begeisterte er gleichermaßen die Schützen und Gäste. 


Aus seiner Heimatstadt Iserlohn kenne er das Schützenwesen und er sei dort selber aktives Mitglied in zwei Vereinen, aber die Begeisterung, die er in Königshoven spüre, sei schon etwas ganz besonderes. Dies sei insbesondere auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass Königshoven ein Umsiedlungsort sei und der Braunkohle habe weichen müssen. Er dankte Ehrenbrudermeister Willy Moll für seinen unermüdlichen Einsatz für den Ort und das Schützenwesen. Dieser Erfolg sei nur möglich gewesen, weil er und die andere Verantwortlichen es geschafft hätten, die Menschen mitzunehmen und sie zu integrieren. Er selber habe in jungen Jahren, aus Polen kommend erlebt, was Integration bedeute. "Ihr seid der Beweis, dass Integration nicht schwierig ist", rief er ins Publikum. "Die beste Form, integriert zu werden, sei die Mitgliedschaft in einem Schützenverein. Bestensfalls bei den Schützen in Königshoven", fügte er lachend hinzu.


In Anlehnung an die Begrüßungsrede durch Brudermeister Georg Jobs machte Ziemiak deutlich, dass der Strukturwandel und der anstehende Kohleausstieg nicht zu Lasten der Menschen gehen dürfe. "Wir werden eine gute Lösung finden, wohldurchdacht und gut überlegt." Einem populistischen Gerede trat er entschieden entgegen. Dies bringe keine Lösung, sondern schüre nur Unsicherheit und Ängste bei den Menschen. 

 

Im Anschluss an seine Rede nahm er stellvertretend für seine Chefin und diesjährige Schirmherrin den Regentenstab von Martin Ernst, Vorstand der Volksbank Erft eG, dem Schirmherrn des vergangenen Jahres, entgegen.

Sommerfest des Behinderten-Freundeskreises

Bedburg, 28.06.2019

 

Herzlichen Glückwunsch dem Behinderten-Freundeskreis zum 35-jährigen Bestehen.


Unter dem Leitsatz "Gemeinsam - Menschen für Menschen" fand das diesjährige Sommerfest des Behinderten-Freundeskreises in der Schützenhalle statt. Bei herrlichem Wetter freute sich der Vorsitzende des Freundeskreises, Uli Kissels, über zahlreiche Besucher und Gäste. Bei Reibekuchen, Würstchen, gut gekühlten Getränken und musikalischer Untermalung ließ es sich gut bis in den frühen Abend an der frischen Luft aushalten.

REFHYNE - Innovationsregion Rhein-Erft-Kreis macht Fortschritte

In Wesseling entsteht die weltgrößte Wasserstoff-Elektrolyse

Wesseling, 25.06.2019

 

In der Rheinland Raffinerie in Wesseling baut Shell und ITM Power die weltweit größte PEM-Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage. Der Startschuss erfolgte nach mehrjähriger Planungsphase nunmehr mit dem symbolischen Spatenstich. Die Investition in das Projekt beläuft sich auf rund 16 Millionen Euro, 10 Millionen werden davon mit EU-Mitteln gefördert.

 

Bisher würde auf Basis von Erdgas Wasserstoff erzeugt, mit der neuen Elektrolyse-Anlage könne das dann klimaneutral durch Strom erfolgen, so Frans Dumoulin, Direktor der Shell Raffinerie bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste. Mit einer Stromleistung von zehn Megawatt werde der Wasserstoff vor allem für die Verarbeitung von Produkten der Raffinerie genutzt, parallel könne aber auch der mögliche Einsatz in anderen Sektoren wie in Brennstoffzellen-Fahrzeugen erfolgen.

 

NRW Staatssekretär Christoph Dammermann unterstrich die Bedeutung einer solchen Anlage für die Umwelt. Auf dem Weg zur Klimaneutralität gäbe es zwei Wege: der eine sei Verzicht und der andere Innovation. Für das Land NRW wünsche er sich letzteres, denn nur das bedeute echten Fortschritt.

 

Die Inbetriebnahme des neuen Werkes ist für Mitte/Ende 2020 geplant.

 

Die Raffinerie benötigt jährlich rund 180.000 Tonnen Wasserstoff. Die neue Anlage kann jährlich zusätzliche 1.300 Tonnen Wasserstoff produzieren, die vollständig in die Raffinerieprozesse integriert werden, beispielsweise für die Entschwefelung konventioneller Kraftstoffe. Damit bleibe die Wasserstoff-Produktion mittels Erdgas zwar weiterhin notwendig, man denke aber bereits über erweiterte Einsatzmöglichkeiten nach.

 

Wir können auch Wasserstoff an Kunden außerhalb der Raffinerie liefern. So sei angedacht, ein Wasserstoff-Tankstellennetzes aufzubauen, bestenfalls mit einer zusätzlichen Tanksäule an den bestehenden Tankstellen. Ein Kilogramm Wasserstoff kostet momentan 9,30 Euro, das entspricht den Kosten bei einem vergleichbaren konventionellen Fahrzeug bei einem Kraftstoffverbrauch von etwa 5 l / 100 km. - mit einem wesentlichen Unterschied: bei einem Wasserstofffahrzeug kommt aus dem Auspuff nur noch Wasserdampf statt CO2 und Kohlenmonoxid raus. 

Region im Aufbruch

„Langer Tag der Region“ fand in Bensberg statt

Bensberg, 21.06.2019

 

Am längsten Tag des Jahres, am Mittsommertag, findet traditionell die Veranstaltung „Langer Tag der Region“ statt, die vom Verein Region Köln/Bonn ausgerichtet wird. Rund 600 Teilnehmer sind in diesem Jahr nach Bensberg ins Kardinal-Schulte-Haus gekommen, um nicht nur einen Blick auf die Zukunft der Region zu werfen, sondern auch die weite Aussicht vom Bergischen Balkon auf das Land beidseits des Rheins zu genießen.

 

In zwei Fachforen trafen sich Planer, Politiker und Verbände, um konkret über die Raum- und Strukturentwicklung in der Region zu sprechen. „Wo stehen wir heute und wo morgen?“ Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer des Vereins Region Köln/Bonn, brachte es auf den Punkt: „Die Summe aller Projekte ist keine gute Regionalentwicklung.“ Es gehe vielmehr darum, konkrete Projekte ganz gezielt umzusetzen. „Deshalb sind wir auch dagegen, Geld ohne Sinn und Konzepte auszugeben.“

 

Breiten Raum in den Diskussionen nahmen die Themen Braunkohlerevier und die Planungen der Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen in den Städten und dem Umland ein. Weitgehender Konsens bestand darin, dass nicht alle Maßnahmen mit dem Struktur- und Entwicklungskonzept im Einklang stehen. Vielmehr komme es darauf an, ein in der Summe nachhaltig positives Ergebnis zu erzielen.  

Zuckerfabrikgelände: CDU, Grüne und FDP informierten die Bürger

Parteien und Bürger beklagen Informationsdefizit

Entwurf des vom Architekten Kister geplanten Hochhauses

Bedburg, 31.05.2019

 

Drei der fünf im Rat der Stadt Bedburg vertretenen Parteien hatten gemeinsam zu einer Bürger-Informations-Veranstaltung zur Zukunft des Zuckerfabrikgeländes in die Bedburger Altstadtstuben geladen.

 

Ortsbürgermeister Dr. Georg Kippels MdB, Moderator der Veranstaltung, brachte es direkt am Anfang auf den Punkt: auf dem weiten Areal sei nicht nur ein weiteres Baugebiet der Stadt geplant, vielmehr solle dort ein ganz neuer Stadtteil mit über 3000 Menschen entstehen. Das alleine werfe schon ganz besondere Fragestellungen auf, die im Vorfeld einer Entscheidung zu klären seien.

 

In kurzen Statements gaben die Vertreter der Parteien, Wilhelm Hoffmann (FDP), Janina Pier-Sekul (Grüne) und Andreas Becker (CDU) die jeweiligen Positionen der Parteien zum Neubaugebiet wieder. Alle Parteien machten deutlich, dass sie bei einem solch großen Volumen natürlich kritisch die Pläne hinterfragen würden, sie aber entgegen anderslautender Aussagen nicht grundsätzlich gegen die Baupläne seien. Ungeachtet dessen machten die Parteien deutlich, dass das im Plangebiet vorgesehene Hochhaus mit 13 Etagen nicht ihre Zustimmung findet. Dies hätten sie auch schon vor dem vom Bürgermeister einberufenen Workshop deutlich gemacht.

 

Nachdem in der Workshop-Sitzung weder der Bürgermeister noch der Investor bei diesem Thema eine Kompromissbereitschaft signalisiert hätten, hätten die drei Parteien nach über einer Stunde Diskussion den Workshop verlassen. Damit widersprachen sie der persönlichen Stellungsnahme des Bürgermeisters, der unwidersprochen angedeutet hatte, dass die Parteien bereits direkt zu Beginn der Veranstaltung die Diskussionsrunde verlassen hätten.

 

Bei den Parteien wie bei den Besuchern herrschte großes Unverständnis über die Informationspolitik der Beteiligten und des Bürgermeisters. Es könne nicht sein, dass der Bürgermeister die Fraktionsvorsitzenden in Hinterzimmer-Gesprächen mit ultimativen Forderungen „entweder – sonst“ konfrontierte (Rathausneubau) und Vertragsentwürfe vorlege, ohne den Ratsparteien vorher Zeit und Raum zu geben, diese im Vorfeld zu lesen und durchzuarbeiten. Wie könne es denn sein, so eine Frage aus dem Publikum, dass der Investor auf der Bedburger Leistungsmesse „vertraglich bereits vereinbarte“ feste Termine zum Baubeginn oder zur Entsorgung des (möglicherweise belasteten) Erdreichs nenne, ohne dass der Rat bisher über diese Verträge noch über einen entsprechenden städtebaulichen Vertrag informiert wurde noch es dazu einen notwendigen Ratsbeschluss gäbe.

 

Es entwickelte sich in der Versammlung über diese und andere Themen des geplanten Baugebietes eine lebhafte Diskussion, in der die Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen, aber auch ihre persönliche Meinung zu den Planungen auf dem Zuckerfabrikgelände äußern konnten. Erkennbar standen viele Anwesenden dem geplanten 13-stöckige Hochhaus ablehnend oder sehr kritisch gegenüber und verwiesen auf die negativen Erfahrungen mit solchen Hochhäusern in Bergheim, Kerpen und Neuss. Dort werden mit hohem finanziellen Aufwand die Gebäude niedergelegt, um soziale Brennpunkte zu entschärfen und die Bausünden vergangener Jahre wieder zu beseitigen. Dies müsse man in Bedburg vermeiden.

Methanol aus CO² Abgas gewinnen

Abschluss der Betriebsphase der MefCO2-Pilotanlage im Innovationszentrum Niederaußem 

Niederaußem, 28.05.2019

 

Die Pilot-Phase des Projektes MefCO2, bei dem Kohlendioxid (CO²) aus den Abgasen eines Kohlekraftwerks und Wasserstoff in Methanol umgewandelt wird, wurde nunmehr im Rahmen einer Feierstunde mit internationalen Gästen und Partnern im Innovationszentrum der RWE abgeschlossen.

 

In der MefCO2-Pilotanlage wird unter Nutzung von täglich 1,5 Tonnen Kohlendioxid bis zu eine Tonne Methanol produziert. Der hierfür benötigte Wasserstoff wird mittels Elektrolyse aus Wasser gewonnen, dabei kommt überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien zum Einsatz. Methanol ist Grundstoff für eine Vielzahl von chemischen Produkten und eignet sich als synthetischer Treibstoff (e-Fuel), das Benzin zugemischt wird. Zudem ist Methanol ein sehr guter Langzeit-Energiespeicher.

 

RWE hat das Projekt MefCO2 gemeinsam mit neun Partnern von Industrieunternehmen, Universitäten und Forschungsinstituten aus sieben europäischen Ländern entwickelt. Mit dem MefCO2-Projekt wird der Kohlendioxid-Ausstoß eines Kohlekraftwerks reduziert und erfüllt damit die europäische Zielvorgabe einer Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Zusätzlich wird das Stromnetz wird durch die Nutzung überschüssiger Strommengen, die witterungsbedingt durch die Nutzung der erneuerbaren Energien Wind und Solar auftreten, stabilisiert. Die überschüssige elektrische Energie wird chemisch gespeichert, zusätzlich entsteht mit der Produktion von Methanol eine vielseitig verwendbare Chemikalie für weitere Synthesen.

 

WIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG

 

Das abgetrennte Kohlendioxid bietet dem Kraftwerksbetreiber zusätzliche Wertschöpfungspotenziale sowohl durch die Reduktion der Emissionen als auch durch die Gewinnung von Methanol. Dies ist eine organische Verbindung mit einem Kohlenstoffatom, die als Ausgangsstoff für eine Vielzahl chemischer Produkte dient und sich daher gut vermarkten lässt.

 

GRÜNE TECHNOLOGIE NUTZEN

 

Das Ziel des MefCO2-Projektes in Niederaußem ist die Entwicklung einer innovativen chemischen Produktion von Methanol, die sich die Konzepte einer grünen Technologie zu Nutzen macht.

 

Die Technologie ist für einen mittleren Maßstab und modularen Aufbau ausgelegt mit dem Ziel, sich an verschiedene Kraftwerksgrößen und Rauchgaszusammensetzungen anzupassen.

Aktiv mitmachen: Mit 50 Euro die Artenvielfalt und Insekten in der Feldflur fördern!

Mit Patenschaften der Natur helfen

Pulheim-Geyen, 17.05.2019

 

Als Mitglied im Kreisausschuss für Umwelt, Kreisentwicklung und Energie (UKE) besuchte ich mit mehreren CDU Kreistagskollegen den Martinshof in Pulheim Geyen, um dort mit Landwirt Leo Fetten eine Exkursion zu seinen rund 17 Hektar großen Feldern zu unternehmen.

 

Seit fünf Jahren zieht der Landwirt jedes Jahr einen drei Meter breiten Blühstreifen um seine Äcker und säht darin die Wildblumen-Mischung „Lippstädter Blütenparadies“ ein. Die Vielfalt der Insekten in diesen Blühstreifen ist beeindruckend. Um auch Kleintieren auf den Feldern einen ungestörten Unterschlupf zu geben, hat er und ein benachbarter Landwirt inmitten eines Feldes einen weiteren Naturblühstreifen angelegt.

 

Der Landwirt bekommt von der Bevölkerung dafür viel Zuspruch. Immer wieder kam dabei die Frage auf, ob und wie sich die Bürgerinnen und Bürger aktiv an seiner Initiative beteiligen könnten. Daraus entstand die Idee und folgend eine Aktion, die sich mittlerweile auch über seinen eigenen Hof hinaus ausbreitet: Zur Förderung der Artenvielfalt und von Insekten bietet der Landwirt an, dass jeder zu einem Preis von 50 Euro einen 100 m² Blühstreifen von ihm mieten kann. Über 62 Blühstreifen-Patenschaften mit über 6.000 Quadratmeter Blühfläche hat Fetten bereits vergeben. Er rodet die Flächen und bringt folgend dann das Saatgut der Wildblumenmischung ein. Diese Flächen werden danach weder gedüngt, behandelt noch gemäht. So sorgen von Mai bis Februar des nächsten Jahres auf diesen Streifen unter anderem Phacelien, blaue Lupinen und Sonnenblumen neben dem Winterweizen für ein Blütenmeer in der Feldflur. 

 

Projekt soll auch in Bedburg Schule machen

 

Ich habe Kontakt zu den in Bedburg ortsansässigen Landwirten aufgenommen, um sie für die Idee zu begeistern, auf freiwilliger Basis Blühstreifen anzulegen und dabei ggf. entsprechende Förderprogramme von Kreis, Land und EU zu nutzen. Sobald die Rahmenbedingungen geklärt sind, können sich Bürgerinnen und Bürger dann für eine Patenschaft anmelden.

 

Die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft-Kreis mit Sitz im Friesheimer Busch in Erftstadt hat sehr positive Erfahrungen damit gemacht, die Bodendecke von Feldrainen oberflächlich abzuschieben und dann eine Initialeinsaat mit autochthonem Saatgut durchzuführen. Die dann auflaufende Vegetation ist in der Regel dann erheblich artenreicher als die ursprünglichen Wegraine, die im hiesigen Raum häufig durch Gräser, Brennnesseln und Disteln geprägt sind. Wichtig ist hier auch die Zusammenarbeit mit den Landwirten, damit die betreffenden Feldraine und Blühstreifen im Anschluss an die Einsaat möglichst nicht durch Herbizide oder Düngemittel beeinflusst werden.

 

Häufig wird die Landwirtschaft mit den Begriffen Insektensterben und Rückgang der Artenvielfalt in Zusammenhang gebracht. Nicht nur Landwirt Leo Fetten aus Pulheim möchte diesem negativen Image etwas Positives entgegen setzen. Er betont, dass er diese Blühstreifen schon vor Jahren aus einer Eigeninitiative heraus angelegt habe und einfach von der anschließenden Blütenpracht begeistert gewesen sei.

 

Wer sich ebenfalls für die Artenvielfalt und die Insekten einsetzen möchte, kann sich unter meiner Kontaktadresse norbert.pleuss@t-online.de melden und sich frühzeitig eine Blühfläche sichern.

 

Aber auch im heimischen Garten können Bienen und andere Insekten und damit auch die Vogelwelt, die auf Insekten zur Nahrungsaufnahme angewiesen sind, gefördert werden. Ein blühendes Wiesenstück im Garten beherbergt mehr nützliche Tierarten als eine angeblich moderne mit Schottensteinen gestaltete Fläche. Dabei sind einfache Blüten mit nur einem Kranz Blütenblätter und zugänglicher Blütenmitte ideal. Auch bieten heimische Bäume und Sträucher mehr Insektenarten ein Zuhause als exotische Pflanzen. Zusätzlich können auch Insekten- oder Bienenhotels im Fachhandel erworben oder mit einfachen Mitteln relativ einfach selbst gebaut werden.

Erftstädter besuchten Bedburg

Bedburg, 16.05.2019

 

Unter dem Motto „Mein Kreis – meine Heimat“ erlebten Gäste und Mitglieder der Senioren Union Erftstadt einen interessanten und informativen Tag in Bedburg. Erika Simons, Vorsitzende der Senioren Union Erftstadt und zugleich eine CDU Kreistagsfraktionskollegin, hatte zu dieser Tour eingeladen. Gerne bin ich Ihrer Bitte gefolgt und habe die Gruppe bei der Reise durch meine Heimatstadt begleitet.

 

Die erste Station war der mittelalterliche Ortsteil Alt-Kaster. Von dem Charme dieses Stadtteils und der Führung von Josef Vogt und seinen Erläuterungen waren die Teilnehmer sehr angetan. Sie merkten, wie sehr Josef Vogt in „seinem“ Ort und der Geschichte dieses Ortes lebt.

 

Bei der nachfolgenden Bus-Fahrt zeigte ich die Bedeutung der Braunkohle für Bedburg und die Auswirkungen für die Bedburger Bürger auf. Die schwierigen Entscheidungen der Politik, aber auch die der betroffenen Menschen in den umzusiedelnden Ortsteilen, die dem Tagebau in den vergangenen Jahren weichen mussten, erläuterte ich ergänzend zu den Ausführungen von Josef Vogt an den Beispielen von Kaster, Epprath und Königshoven. Mit einem Lächeln wies ich darauf hin, dass Königshoven im vergangenen Jahr beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ siegte, wohlwissend, dass der Erftstädter Ortsteil Erp dabei im Wettbewerb einer der schärfsten Konkurrenten war.

 

Die Rundfahrt führte auch zum Besuch der Jackerather Aussichtsplattform Skywalk mit Blick in den offenen Tagebau Garzweiler. Lebhaft wurde die Entscheidung zum Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Braunkohle und der damit verbundene anstehende Strukturwandel in der Region diskutiert. Alles auch unter dem Eindruck des Königshovener Windparks, dem größten Onshore-Windpark in NRW. Immer wieder stelle ich bei solchen Führungen fest, wie unterschiedlich die Menschen, wenn sie nur ein paar Kilometer vom offenen Tagebau entfernt wohnen und leben, über den Tagebau und dessen Auswirkungen denken.

 

Nach einem leckeren Spargelessen im Deutschen Haus in Bedburg-Kirchherten konnte die Gruppe das Bedburger Schloss besichtigen. Die Geschichte des Schlosses und die heutige Nutzung stießen hier auf reges Interesse. Ein Bummel durch die Innenstadt von Bedburg rundete den Tag ab. Fazit einer Teilnehmerin: „Für Norbert Pleuss ist Bedburg wirklich Heimat. Nur wer, so wie er, uns Bedburg gezeigt hat, brennt für seine Stadt und die Menschen.“

 

http://seniorenunion-rhein-erft.de/Mein-Kreis-meine-heimat

Planung für „BoAplus“ eingestellt

Essen, 26. April 2019

 

RWE stellt die Planung für den Kraftwerkneubau „BoAplus“ am Standort Bergheim-Niederaußem ein. Das teilte RWE in einer Pressemitteilung mit. 

 

Der künftige Fokus von RWE liege auf der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien. Das  Unternehmen werde deshalb nicht mehr in neue Kohlekraftwerke investieren. Die wirtschaftliche Option, bestehende Kraftwerke durch eine neue Anlage mit einem höheren Wirkungsgraden zu ersetzen, hätte es schon in den vergangenen Jahren nicht mehr gegeben.

 

RWE Power hatte 2012 mit den Planungen zum Bau des Braunkohlen-Kraftwerks BoAplus, ausgestattet mit modernster und effizientester Technologie, am Standort Niederaußem begonnen. Die geplante Leistung lag bei 1.100 MW. Ziel war es, mit dem neuen Kraftwerk ältere Kraftwerksblöcke mit einer Leistung von insgesamt 1.200 MW zu ersetzen.

Der Windpark Königshovener Höhe soll erweitert werden

Bedburg, 16.04.2019

 

Die Stadt Bedburg will den Windpark auf der Königshovener Höhe um fünf weitere Windräder erweitern. Geplant ist ab 2020 der Bau von dann jeweils 238 Meter hoher Windkraftanlagen der 4,5-Megawatt-Klasse. Diese überragen dann die Spitzen des Kölner Doms um rund 80 Meter.

 

Als Standort für die fünf neu geplanten Anlagen sind drei Flächen in der Nähe der neuen Autobahn A44 vorgesehen. Sie liegen 2,4 bis 3,6 Kilometer von der nächsten Wohnbebauung entfernt und erfüllen damit den in Nordrhein-Westfalen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Kilometer.

 

Die Stadt Bedburg hält 49 Prozent der Anteile, Innogy 51 Prozent. Die Partner teilen sich die Investitionskosten und die Gewinne.

 

Bürgermeister Solbach und die Verwaltung betonen, dass der bisherige Windpark jedes Jahr für die Stadt mehr als eine Million Euro Gewinn abgeworfen habe. Finanzfachleute sehen den weiteren Invest in den Windpark aber eher kritisch. Die Voraussetzungen, insbesondere die garantierten Einnahmen, hätten sich im Vergleich zum Startjahr 2014 / 2015 deutlich verschlechtert. Deshalb seien die Hinweise auf bisherige Gewinne nicht zielführend, ebenso wenig die Aussagen, dass mögliche Gewinne zur Haushaltskonsolidierung beitragen. Gewinne müssten vorrangig in die Rücklagen gebracht werden, um Folgekosten durch notwendige Reparaturen und einen eventuell notwendigen Rückbau der Anlagen abzusichern.

 

Eine weitere erhebliche Verschuldung der Stadt sei für die Bürger nicht mehr erklärbar, insbesondere dann nicht, wenn durch steigende Kosten schöngerechnete Konzepte wie ein Kartenhaus in sich zusammen brechen. Dann könne der aktuelle Sonnenschein auf der Königshovener Höhe eher zu einem Sonnenuntergang werden. 

Das HBZ Rheinland feiert 10-jähriges Bestehen

Brühl, 06.04.2019

 

Das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland (HBZ) mit Sitz in Brühl feierte im Atrium des St. Ursula Gymnasiums sein 10-jähriges Bestehen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch junge Musiker des PreCollege Cologne, in dem hochbegabte Kinder und Jugendliche gefördert werden.

 

Stellvertretend für den Landrat Michael Kreuzberg übernahm Frank Rock MdL, Aufsichtsratsvorsitzender des HBZ, die Eröffnungsrede. Mit Kompetenz und hohem Engagement hätten der Leiter Dr. Wolf und seine MitarbeiterInnen das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland zu dem gemacht, was es heute ist: die führende Einrichtung zur frühen Diagnostik und Förderung hochbegabter Kinder. Damit gebe das HBZ nicht nur wertvolle Hilfe zur persönlichen Entfaltung des Einzelnen, sondern leiste auch einen wesentlichen Beitrag zur Vielfalt in der Bildungslandschaft.

 

NRW Bildungsministerin Yvonne Gebauer MdL richtete per Videobotschaft Glückwünsche zum Jubiläum aus. Sie betonte in ihrer Rede die besondere Bedeutung der Förderung und Unterstützung junger Menschen. Aus diesem Grund habe die NRW Landesregierung ein 500.000 Euro-Förderprogramm beschlossen. Die Gesellschaft müsse die Begabung und Fähigkeiten der Menschen fördern und alles daran setzen, diese Begabung als eine solche auch zu erkennen. Diese sei als Chance in die gemeinsame Zukunft zu verstehen.

 

Der fachliche Leiter des HBZ, Dr. Michael Wolf, stellte die vielfältigen Aufgaben und Möglichkeiten vor, die vom HBZ geleistet würden und hob die gute Zusammenarbeit mit den Grundschulen im Rhein-Erft-Kreis hervor. Erklärtes Ziel sei die individuelle Förderung (hoch-) begabter und leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 und 4. Das Grundschulfördermodell werde im Verbund mit den Grundschulen in Bedburg, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Frechen und Wesseling umgesetzt und sei für die teilnehmenden Kinder kostenlos. Schwerpunkte seien die Kurse Mathematik / Naturwissenschaften und Sprache / Philosophie.

 

Prof. Dr. Franzis Preckel erläuterte in einem Fachvortrag die verschiedenen Ebenen der Förderung. Fähigkeiten müssten erst einmal erkannt werden, müssten Zeit und Raum haben, sich zu entfalten und könnten erst dann gefördert werden. Ansonsten drohe eine Überforderung. Dem stehe die Unterforderung gegenüber. Begabte seien überdurchschnittlich bereit, mehr zu leisten als andere. „Da, wo andere aufhören, machen die weiter.“ Machen gerne weiter, weil es sie selbst motiviert, treibt, sie begeistert. Das werde auch immer wieder als verhaltensauffällig diagnostiziert; die Herausforderung sei hier immer die richtige Diagnose und ein behutsames Anleiten.

 

Begabte und besonders leistungsfähige Personen seien in der Regel auch keine Universalgenies a la Leonardo da Vinci oder Einstein. Oftmals würden sie fachspezifische Kenntnisse entwickeln, die richtig eingesetzt und gefördert, in der Gesellschaft von hohem Wert sein können. Deshalb käme der Begabtenförderung auch ein hoher Stellenwert zu und das sei kein Modethema.

 

Im Anschluss an die offizielle Feier führte das HBZ ein Familienprogramm mit Workshops und informellen Elternvorträgen durch.

Verschuldung der Stadt Bedburg steigt rasant an

Jeder Bürger der Stadt hat 7.185 Euro Schulden

Grafik: Haushaltsbuch 2016, Seite 44

Bedburg, 26.02.2019

 

Mit den Stimmen von SPD, FWG und der des Bürgermeisters wurde der städtische Haushalt 2019 mit denkbar knapper Mehrheit beschlossen. Damit stellte sich die Mehrheit im Rat der Stadt gegen alle Appelle des Stadtkämmerers, auf teure Wahlgeschenke zu verzichten und die Notwendigkeit einer Schuldenbremse zu sehen. Ende dieses Jahres, so weist die Satzung 2019 aus, wird die Stadt die unglaubliche Summe von 168,8 Mio. Euro Schulden haben. Damit steigen die Schulden, bezogen auf 2014, mit 88,0 Mio. Euro = 108,9% um mehr als das doppelte an. Das bedeutet, dass jeder Bürger der Stadt, ob jung oder alt, rund 7.185,00 € Schulden zurückzahlen muss. Was für eine Option an die nächste Generation!

 

Ja es geht aufwärts, beteuern die für dieses Desaster verantwortlichen Parteien in ihren Haushaltsreden. Das ist in der Tat so, zumindest was die Schulden angeht. Als sie bei der Kommunalwahl im Jahr 2014 die Verantwortung für das Wohl der Stadt übernahmen, betrug der Schuldenstand am Anfang des Jahres 80,8 Mio. Euro und stieg dann, im Wesentlichen durch die Installation und die Beteiligung am Königshovener Windpark Ende 2015 auf 130,8 Mio. Euro an. Eine verantwortliche und weitsichtige Investition, die dauerhaft Gewinne abwirft und hilft, den Haushalt zu stabilisieren. Damals so beschlossen von der CDU geführten Mehrheit im Rat der Stadt.

 

Bei der Haushaltsplanberatung 2016 wurde ausdrücklich auf die Notwendigkeit einer soliden Finanzpolitik hingewiesen, einmal vom Bau des neuen Rathauses in Kaster und der Notwendigkeit, Unterkünfte für Flüchtlinge bauen zu müssen, abgesehen. Ausweislich der Finanzplanung und der Grafik war die Spitze des Schuldenbergs für 2017 geplant, danach sollte wieder eine deutliche Senkung der Schulden erfolgen. Alle Mahnungen sind scheinbar verpufft, die Schulden steigen unvermindert und ungebremst weiter an.

 

Immer wieder wird, gewissermaßen als Pseudo-Alibi, die Aussage gemacht, dass über diese Schulden Investitionswerte geschaffen werden. Dies wird nicht in Frage gestellt, ungeachtet dessen bleibt die Notwendigkeit, diese Schulden zurück zu zahlen. Anders ausgedrückt: es kann nicht sein, dass heute zu Lasten der kommenden Generation gewirtschaftet wird. Investitionen machen Sinn, wenn sie einen Mehrwert bringen und helfen, Kosten einzusparen oder Erträge zu generieren. Dies ist im städtischen Haushalt nicht erkennbar. Im Gegenteil. Viele geplante Maßnahmen sind hochgradig risikobehaftet. Die Einnahmen- und Ausgaben der Stadt machen das noch deutlicher. Der Haushalt 2019 weist Einnahmen von rund 64,1 Mio. Euro aus, das entspricht rund einem Drittel der Gesamtschulden. Den Einnahmen stehen rund 71,3 Mio. Euro Ausgaben gegenüber. Diese Mehrausgaben von rund 7 Mio. Euro werden den Schuldenberg weiter vergrößern, wenn nicht schnellstens die Ausgabenbremse gezogen wird. Wer glaubt, in fast jedem Satz eine notwendige Finanzspritze aus dem Topf des Strukturpaketes fordern zu können, träumt einen gefährlichen Traum.

 

Dass es auch anders geht, beweist der Rhein-Erft-Kreis. Seit Jahren ist der Kreis schuldenfrei und Ausgaben werden gedeckelt, notfalls über eine grundsätzliche Forderung zur Senkung der Kosten in allen Bereichen. Erst diese solide Finanzpolitik machte es möglich, die Kreisumlage mehrfach dauerhaft zu senken und auf ein niedriges Niveau einzufrieren. Auch diese Entscheidungen haben und werden helfen, den Haushalt der Stadt Bedburg dauerhaft zu entlasten.

Malteser Hilfdienst freut sich über eine Spende von 500,00 Euro

Bedburg, 23.02.2019

 

Der Malteser Hilfsdienst MHD in Bedburg freut sich über eine Spende der Bedburger CDU. Diese hatte beim ihrem Neujahrsempfang im Januar ein Sparschwein rund gehen lassen und 500,00 Euro für einen guten Zweck gesammelt. Geschäftsführer Sascha Kirfel und Ausbilder Manuel Schnettler nahmen gerne den Betrag entgegen.

 

45 freiwillige Helfer stellen ihre Hilfe bei den Maltesern aktiv in den Dienst der Menschen. Dazu gehören neben dem allgemeinen Rettungsdienst, dem Einsatz bei Veranstaltungen und im Betreuungsdienst auch Erste Hilfe Kurse für Jung und Alt. Diese werden in der Unterkunft am Finkenweg abgehalten. Von dort aus erfolgen auch die Einsatzsteuerung und die Koordination der zahlreichen Einsätze.

 

Insbesondere liegt den Maltesern die Ausbildung junger Menschen am Herzen. So werden spezielle Lehrgänge für Erste Hilfe am Kind angeboten. Wieder reaktivieren will der MHD den in der Vergangenheit schon einmal bestehenden Schulsanitätsdienst an den weiterführenden Schulen. Projektleiter Manuel Schnettler betont, dass damit nach dem Vorbild der nordischen Länder das Thema Erste Hilfe wieder stärker in den allgemeinen Fokus gerückt werde.

 

Ich habe mich in meiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied im Förderverein des Bedburger Krankenhauses bei den Verantwortlichen des MHD für ihren Einsatz beim Tag der Offenen Tür im Sommer des vergangenen Jahres bedankt und freue mich sehr darüber, dass die Malteser in diesem Jahr auch die Bedburger Gesundheitstage getreu dem Motto „aktiv leben - aktiv retten“ unterstützen werden.

ZRR: Zukunft gemeinsam gestalten

Revierkonferenz der Zukunftsagentur Rheinisches Revier 

Erkelenz, 19.02.2019

 

Zur Revierkonferenz hatte die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) in die Stadthalle in Erkelenz eingeladen. Diese soll nach den Vorstellungen der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung die definierten Maßnahmen und den Strukturwandel in der Region umsetzen.

 

Michael Kreuzberg, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Vorsitzender des Aufsichtsrates der ZRR und Mitglied in der Strukturkommission, begrüßte die Gäste und gab einen ersten Überblick über die Arbeit der Kommission. Er forderte dazu auf, gemeinsam und sorgsam in einem großen Konsens daran zu arbeiten, die Zukunft im Rheinischen Revier zu gestalten. Das sei eine Generationenaufgabe.

 

NRW Ministerpräsident Armin Laschet betonte, es sei gut, „dass wir hier zusammenkommen, um über die Empfehlungen der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung zu sprechen. Viele sagen, wir brauchen jetzt Verlässlichkeit.“

 

Dazu müsse man sich noch einmal vor Augen halten, wie es denn bis zum Zeitpunkt gewesen sei, als die Kommission startete. Der Prozess der Braunkohleverstromung sei mindestens 50 Jahre alt, die Entscheidungen, die gefällt wurden, jahrzehntealt. Und man habe seit 1995 einen LEP (Landesentwicklungsplan) gehabt, den man umfassend und mit allen energiewirtschaftlichen Folgen grundsätzlich erörtert habe. Am Ende habe der Landtag die Entscheidung gefällt, Holzweiler und weitere Orte aus der Leitentscheidung herauszunehmen, klar definiert, bis 2045 Braunkohle im Revier abzubauen, den Hambacher Forst fallen zu lassen und die Grenzen des Garzweiler Abbaugebietes definiert. „Das war 2016. Und in 2017 fangen wir wieder an zu diskutieren und sagen, das gibt es alles nicht mehr, wir müssen alles auf den Prüfstand stellen.“

 

Die Energieversorgung in Deutschland sei Sache des Bundes und die NRW Leitentscheidung sei in die Verhandlungen zur Jamaika und der großen Koalition eingeflossen. In Berlin habe man gedacht, man könne diese Entscheidungen einfach übernehmen und mit Mehrheit beschließen. „Das führt aber nicht zu einem gesellschaftlichen Konsens. Den bekommt man aber nur hin, wenn Umweltverbände, Betroffene, Regionen, BDI, WPA, Gewerkschaften, alle zusammen ein Ergebnis erarbeiten, zu dem sie am Ende sagen, das tragen wir.“ Es sei möglich gewesen, dass am Ende des Prozesses in einem sehr guten Bericht ein Ergebnis vorliegt. Jetzt müsse das erste Prinzip sein, dieses Ergebnis möglichst 1:1 zu übernehmen.

 

Der Debatte um eine Erweiterung der Fördermittel für andere Zwecke erteilte Laschet eine klare Absage. Wenn wir diese Debatte angefangen hätten, dass jede Region, die in Deutschland Strukturwandel habe, Geld bekommen müsse, dann hätte das Saarland, Mecklenburg Vorpommern, Baden-Württemberg, der Bayrischer Wald usw. gesagt, wir auch. Dann wären wir am Ende bei einem riesigen Komplex gelandet mit 22 % Förderung für NRW – eine Förderung nach dem Königsteiner Schlüssel.

 

Die Betroffenheit sei jetzt aber eine andere als beim Ausstieg aus der Steinkohle. Diese sei nicht mehr wirtschaftlich gewesen und man konnte die Subventionen nicht mehr leisten. Jetzt habe man aber aber eine wettbewerbsfähige Energieform, wo 60 Mrd. Euro Wertschöpfung durch politischen Beschluss herausgenommen würden. Wo eine Energieform zu Ende geführt werde, obwohl sie wettbewerbsfähig sei. „Wir machen dies bis 2038, weil wir uns verpflichtet haben, die Klimaziele einzuhalten.“ Zu diesen Verpflichtungen müsse man auch stehen.

 

Die Umweltverbände würden einen schnelleren Ausstieg fordern. Ja, das könne man, so Laschet, - wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wir steigen aus der Steinkohleverstromung aus, schalten die Atomkraftwerke ab, dann gehe man aus der Braunkohle raus. Wir wollen kein russisches Gas und auch kein Fracking Gas aus den USA, Leitungen wolle man auch nicht bauen. Ob Alu Neuss, Bayer, Evonik und viele andere Unternehmen in der Region. Alle sagen, wir brauchen weiterhin zu jeder Sekunde einen verfügbaren und bezahlbaren Strom. Das alles zusammen zu bringen habe die Kommission in herausragender Weise geschafft. Jetzt ginge es darum, das auch umzusetzen.

 

Jetzt seien mehrere Akteure gefragt, allen voran die Bundesregierung. Sie müsse entscheiden, wie es weiter gehen könne. Sie sei zuständig für die Energiepolitik – und nicht das Land. Wir sagen, dass was da in der Kommission verhandelt wurde, wollen wir umsetzen. Berichte der Umweltverbände, wir wollten da etwas aufkündigen, wären falsch. „Wir stehen dazu, so wie es da steht. Wo, wie, welches Kraftwerk, wird der Bundeswirtschaftsminister verhandeln. Da ist aber nicht unser Thema. Unser Thema ist, wie geht es danach weiter, wie kriegen wir einen neue Leitentscheidung hin.“

 

Es müsse gelingen, spätestens bis zur Sommerpause, wieder eine breite Verlässlichkeit herzustellen, möglichst länger als in 2016. Das was jetzt beschlossen würde, müsse bis 2038 halten. Dies könne man schaffen, wenn mal in allen Ebenen einen großen Konsens finden würde. Die Rahmenbedingungen seien gut, das könne dann zu einer Erfolgsgeschichte werden, gab sich Laschet zuversichtlich. Dazu müsse mit einem Maßnahmengesetz und nach dem Vorbild des Bonn-Berlin-Vertrages mit einem Staatsvertrag eine Verbindlichkeit hergestellt werden, die auch in Zukunft gelte.

 

Bei den Gesprächen der Ministerpräsidenten sei dies in Berlin zugesagt worden, jetzt müsse es auch so umgesetzt werden.

 

NRW Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart stellte in seiner Rede erste Strukturmaßnahmen für die Region in Aussicht. Man dürfe durch die beginnenden Einschnitte nicht in ein Loch fallen, es gelte, diese frühzeitig zu kompensieren. Dazu gehöre, von den Kommunen über die ZRR bis hin zur Bezirksregierung die Rahmenbedingungen durch eine verbesserte personelle und finanzielle Ausstattung  zu verbessern. Er erinnerte daran, dass durch den Strukturwandel neben den in den Tagebauen beschäftigten Mitarbeitern auch viele Mitarbeiter in den Zulieferfirmen betroffen seien, die nicht so gut abgesichert seien. Deshalb sei es wichtig, höchste Qualitätsanforderungen an die Projekte zu stellen, die umgesetzt werden sollen.

 

Rund 200 Teilnehmer aus allen Bereichen der Wirtschaft, der kommunalen Verwaltung und der Politik nahmen an der Revierkonferenz teil. 

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