Abgeordneter im Kreistag des Rhein-Erft-Kreises
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Verschuldung der Stadt Bedburg steigt rasant an

Jeder Bürger der Stadt hat 7.185 Euro Schulden

Grafik: Haushaltsbuch 2016, Seite 44

Bedburg, 26.02.2019

 

Mit den Stimmen von SPD, FWG und der des Bürgermeisters wurde der städtische Haushalt 2019 mit denkbar knapper Mehrheit beschlossen. Damit stellte sich die Mehrheit im Rat der Stadt gegen alle Appelle des Stadtkämmerers, auf teure Wahlgeschenke zu verzichten und die Notwendigkeit einer Schuldenbremse zu sehen. Ende dieses Jahres, so weist die Satzung 2019 aus, wird die Stadt die unglaubliche Summe von 168,8 Mio. Euro Schulden haben. Damit steigen die Schulden, bezogen auf 2014, mit 88,0 Mio. Euro = 108,9% um mehr als das doppelte an. Das bedeutet, dass jeder Bürger der Stadt, ob jung oder alt, rund 7.185,00 € Schulden zurückzahlen muss. Was für eine Option an die nächste Generation!

 

Ja es geht aufwärts, beteuern die für dieses Desaster verantwortlichen Parteien in ihren Haushaltsreden. Das ist in der Tat so, zumindest was die Schulden angeht. Als sie bei der Kommunalwahl im Jahr 2014 die Verantwortung für das Wohl der Stadt übernahmen, betrug der Schuldenstand am Anfang des Jahres 80,8 Mio. Euro und stieg dann, im Wesentlichen durch die Installation und die Beteiligung am Königshovener Windpark Ende 2015 auf 130,8 Mio. Euro an. Eine verantwortliche und weitsichtige Investition, die dauerhaft Gewinne abwirft und hilft, den Haushalt zu stabilisieren. Damals so beschlossen von der CDU geführten Mehrheit im Rat der Stadt.

 

Bei der Haushaltsplanberatung 2016 wurde ausdrücklich auf die Notwendigkeit einer soliden Finanzpolitik hingewiesen, einmal vom Bau des neuen Rathauses in Kaster und der Notwendigkeit, Unterkünfte für Flüchtlinge bauen zu müssen, abgesehen. Ausweislich der Finanzplanung und der Grafik war die Spitze des Schuldenbergs für 2017 geplant, danach sollte wieder eine deutliche Senkung der Schulden erfolgen. Alle Mahnungen sind scheinbar verpufft, die Schulden steigen unvermindert und ungebremst weiter an.

 

Immer wieder wird, gewissermaßen als Pseudo-Alibi, die Aussage gemacht, dass über diese Schulden Investitionswerte geschaffen werden. Dies wird nicht in Frage gestellt, ungeachtet dessen bleibt die Notwendigkeit, diese Schulden zurück zu zahlen. Anders ausgedrückt: es kann nicht sein, dass heute zu Lasten der kommenden Generation gewirtschaftet wird. Investitionen machen Sinn, wenn sie einen Mehrwert bringen und helfen, Kosten einzusparen oder Erträge zu generieren. Dies ist im städtischen Haushalt nicht erkennbar. Im Gegenteil. Viele geplante Maßnahmen sind hochgradig risikobehaftet. Die Einnahmen- und Ausgaben der Stadt machen das noch deutlicher. Der Haushalt 2019 weist Einnahmen von rund 64,1 Mio. Euro aus, das entspricht rund einem Drittel der Gesamtschulden. Den Einnahmen stehen rund 71,3 Mio. Euro Ausgaben gegenüber. Diese Mehrausgaben von rund 7 Mio. Euro werden den Schuldenberg weiter vergrößern, wenn nicht schnellstens die Ausgabenbremse gezogen wird. Wer glaubt, in fast jedem Satz eine notwendige Finanzspritze aus dem Topf des Strukturpaketes fordern zu können, träumt einen gefährlichen Traum.

 

Dass es auch anders geht, beweist der Rhein-Erft-Kreis. Seit Jahren ist der Kreis schuldenfrei und Ausgaben werden gedeckelt, notfalls über eine grundsätzliche Forderung zur Senkung der Kosten in allen Bereichen. Erst diese solide Finanzpolitik machte es möglich, die Kreisumlage mehrfach dauerhaft zu senken und auf ein niedriges Niveau einzufrieren. Auch diese Entscheidungen haben und werden helfen, den Haushalt der Stadt Bedburg dauerhaft zu entlasten.

Malteser Hilfdienst freut sich über eine Spende von 500,00 Euro

Bedburg, 23.02.2019

 

Der Malteser Hilfsdienst MHD in Bedburg freut sich über eine Spende der Bedburger CDU. Diese hatte beim ihrem Neujahrsempfang im Januar ein Sparschwein rund gehen lassen und 500,00 Euro für einen guten Zweck gesammelt. Geschäftsführer Sascha Kirfel und Ausbilder Manuel Schnettler nahmen gerne den Betrag entgegen.

 

45 freiwillige Helfer stellen ihre Hilfe bei den Maltesern aktiv in den Dienst der Menschen. Dazu gehören neben dem allgemeinen Rettungsdienst, dem Einsatz bei Veranstaltungen und im Betreuungsdienst auch Erste Hilfe Kurse für Jung und Alt. Diese werden in der Unterkunft am Finkenweg abgehalten. Von dort aus erfolgen auch die Einsatzsteuerung und die Koordination der zahlreichen Einsätze.

 

Insbesondere liegt den Maltesern die Ausbildung junger Menschen am Herzen. So werden spezielle Lehrgänge für Erste Hilfe am Kind angeboten. Wieder reaktivieren will der MHD den in der Vergangenheit schon einmal bestehenden Schulsanitätsdienst an den weiterführenden Schulen. Projektleiter Manuel Schnettler betont, dass damit nach dem Vorbild der nordischen Länder das Thema Erste Hilfe wieder stärker in den allgemeinen Fokus gerückt werde.

 

Ich habe mich in meiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied im Förderverein des Bedburger Krankenhauses bei den Verantwortlichen des MHD für ihren Einsatz beim Tag der Offenen Tür im Sommer des vergangenen Jahres bedankt und freue mich sehr darüber, dass die Malteser in diesem Jahr auch die Bedburger Gesundheitstage getreu dem Motto „aktiv leben - aktiv retten“ unterstützen werden.

ZRR: Zukunft gemeinsam gestalten

Revierkonferenz der Zukunftsagentur Rheinisches Revier 

Erkelenz, 19.02.2019

 

Zur Revierkonferenz hatte die Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) in die Stadthalle in Erkelenz eingeladen. Diese soll nach den Vorstellungen der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung die definierten Maßnahmen und den Strukturwandel in der Region umsetzen.

 

Michael Kreuzberg, Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Vorsitzender des Aufsichtsrates der ZRR und Mitglied in der Strukturkommission, begrüßte die Gäste und gab einen ersten Überblick über die Arbeit der Kommission. Er forderte dazu auf, gemeinsam und sorgsam in einem großen Konsens daran zu arbeiten, die Zukunft im Rheinischen Revier zu gestalten. Das sei eine Generationenaufgabe.

 

NRW Ministerpräsident Armin Laschet betonte, es sei gut, „dass wir hier zusammenkommen, um über die Empfehlungen der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung zu sprechen. Viele sagen, wir brauchen jetzt Verlässlichkeit.“

 

Dazu müsse man sich noch einmal vor Augen halten, wie es denn bis zum Zeitpunkt gewesen sei, als die Kommission startete. Der Prozess der Braunkohleverstromung sei mindestens 50 Jahre alt, die Entscheidungen, die gefällt wurden, jahrzehntealt. Und man habe seit 1995 einen LEP (Landesentwicklungsplan) gehabt, den man umfassend und mit allen energiewirtschaftlichen Folgen grundsätzlich erörtert habe. Am Ende habe der Landtag die Entscheidung gefällt, Holzweiler und weitere Orte aus der Leitentscheidung herauszunehmen, klar definiert, bis 2045 Braunkohle im Revier abzubauen, den Hambacher Forst fallen zu lassen und die Grenzen des Garzweiler Abbaugebietes definiert. „Das war 2016. Und in 2017 fangen wir wieder an zu diskutieren und sagen, das gibt es alles nicht mehr, wir müssen alles auf den Prüfstand stellen.“

 

Die Energieversorgung in Deutschland sei Sache des Bundes und die NRW Leitentscheidung sei in die Verhandlungen zur Jamaika und der großen Koalition eingeflossen. In Berlin habe man gedacht, man könne diese Entscheidungen einfach übernehmen und mit Mehrheit beschließen. „Das führt aber nicht zu einem gesellschaftlichen Konsens. Den bekommt man aber nur hin, wenn Umweltverbände, Betroffene, Regionen, BDI, WPA, Gewerkschaften, alle zusammen ein Ergebnis erarbeiten, zu dem sie am Ende sagen, das tragen wir.“ Es sei möglich gewesen, dass am Ende des Prozesses in einem sehr guten Bericht ein Ergebnis vorliegt. Jetzt müsse das erste Prinzip sein, dieses Ergebnis möglichst 1:1 zu übernehmen.

 

Der Debatte um eine Erweiterung der Fördermittel für andere Zwecke erteilte Laschet eine klare Absage. Wenn wir diese Debatte angefangen hätten, dass jede Region, die in Deutschland Strukturwandel habe, Geld bekommen müsse, dann hätte das Saarland, Mecklenburg Vorpommern, Baden-Württemberg, der Bayrischer Wald usw. gesagt, wir auch. Dann wären wir am Ende bei einem riesigen Komplex gelandet mit 22 % Förderung für NRW – eine Förderung nach dem Königsteiner Schlüssel.

 

Die Betroffenheit sei jetzt aber eine andere als beim Ausstieg aus der Steinkohle. Diese sei nicht mehr wirtschaftlich gewesen und man konnte die Subventionen nicht mehr leisten. Jetzt habe man aber aber eine wettbewerbsfähige Energieform, wo 60 Mrd. Euro Wertschöpfung durch politischen Beschluss herausgenommen würden. Wo eine Energieform zu Ende geführt werde, obwohl sie wettbewerbsfähig sei. „Wir machen dies bis 2038, weil wir uns verpflichtet haben, die Klimaziele einzuhalten.“ Zu diesen Verpflichtungen müsse man auch stehen.

 

Die Umweltverbände würden einen schnelleren Ausstieg fordern. Ja, das könne man, so Laschet, - wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wir steigen aus der Steinkohleverstromung aus, schalten die Atomkraftwerke ab, dann gehe man aus der Braunkohle raus. Wir wollen kein russisches Gas und auch kein Fracking Gas aus den USA, Leitungen wolle man auch nicht bauen. Ob Alu Neuss, Bayer, Evonik und viele andere Unternehmen in der Region. Alle sagen, wir brauchen weiterhin zu jeder Sekunde einen verfügbaren und bezahlbaren Strom. Das alles zusammen zu bringen habe die Kommission in herausragender Weise geschafft. Jetzt ginge es darum, das auch umzusetzen.

 

Jetzt seien mehrere Akteure gefragt, allen voran die Bundesregierung. Sie müsse entscheiden, wie es weiter gehen könne. Sie sei zuständig für die Energiepolitik – und nicht das Land. Wir sagen, dass was da in der Kommission verhandelt wurde, wollen wir umsetzen. Berichte der Umweltverbände, wir wollten da etwas aufkündigen, wären falsch. „Wir stehen dazu, so wie es da steht. Wo, wie, welches Kraftwerk, wird der Bundeswirtschaftsminister verhandeln. Da ist aber nicht unser Thema. Unser Thema ist, wie geht es danach weiter, wie kriegen wir einen neue Leitentscheidung hin.“

 

Es müsse gelingen, spätestens bis zur Sommerpause, wieder eine breite Verlässlichkeit herzustellen, möglichst länger als in 2016. Das was jetzt beschlossen würde, müsse bis 2038 halten. Dies könne man schaffen, wenn mal in allen Ebenen einen großen Konsens finden würde. Die Rahmenbedingungen seien gut, das könne dann zu einer Erfolgsgeschichte werden, gab sich Laschet zuversichtlich. Dazu müsse mit einem Maßnahmengesetz und nach dem Vorbild des Bonn-Berlin-Vertrages mit einem Staatsvertrag eine Verbindlichkeit hergestellt werden, die auch in Zukunft gelte.

 

Bei den Gesprächen der Ministerpräsidenten sei dies in Berlin zugesagt worden, jetzt müsse es auch so umgesetzt werden.

 

NRW Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart stellte in seiner Rede erste Strukturmaßnahmen für die Region in Aussicht. Man dürfe durch die beginnenden Einschnitte nicht in ein Loch fallen, es gelte, diese frühzeitig zu kompensieren. Dazu gehöre, von den Kommunen über die ZRR bis hin zur Bezirksregierung die Rahmenbedingungen durch eine verbesserte personelle und finanzielle Ausstattung  zu verbessern. Er erinnerte daran, dass durch den Strukturwandel neben den in den Tagebauen beschäftigten Mitarbeitern auch viele Mitarbeiter in den Zulieferfirmen betroffen seien, die nicht so gut abgesichert seien. Deshalb sei es wichtig, höchste Qualitätsanforderungen an die Projekte zu stellen, die umgesetzt werden sollen.

 

Rund 200 Teilnehmer aus allen Bereichen der Wirtschaft, der kommunalen Verwaltung und der Politik nahmen an der Revierkonferenz teil. 

IG Schießsport Bedburg: "Sicherheit geht vor"

Bedburg, 13.12.2018

 

„Das ist die modernste Schiessanlage weit und breit, darauf sind wir sehr stolz“, so Reinhard Koch, Vorsitzende der IG Schießsport Bedburg bei meinem Besuch in der Schiesssportanlage in Königshoven.

 

Mit finanzieller Unterstützung der Stadt Bedburg und viel Eigenleistung der Vereinsmitglieder wurde in den letzten Monaten die Sportanlage modernisiert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. "Die Anlage ist technisch genau so modern wie die Bundesschießsportanlage, nur etwas kleiner."

 

IG Geschäftsführer Robert Heinen erläuterte die durchgeführten Maßnahmen und betonte die multifunktionale Nutzung der Anlage in den verschiedenen Schießsport-Kategorien. Die Anlage ist auf Längen bis 50 m einstellbar, die jeweils erzielte Ringzahl wird digital erfasst und sofort auf einen Bildschirm übertragen. Im Gästeraum zeigt ein moderner Monitor die geschossenen Ergebnisse aller Schießstände an. Wie genau die Anlage arbeitet wurde bei einem meiner Schießversuche deutlich: 10,9 Punkte. Volltreffer, mehr geht auf einer 10er-Scheibe nicht. Die Zeiten von „angekratzten“ Ringen sind im digitalen Zeitalter vorbei. Wenn ein neuer Schützenkönig ausgeschossen werden soll, wird die ansonsten übliche Scheibe traditionell gegen einen Vogel ausgetauscht. 

 

„Sicherheit geht immer vor“, machte IG Vorsitzender Koch deutlich. Ohne Waffenbesitzkarte schießt hier bei einem Wettbewerb keiner und die Einhaltung der Vorschriften wird streng überwacht. „Wer sich nicht daran hält, wird sofort disqualifiziert. Seit unserer Gründung vor 40 Jahren hat es noch nie einen Unfall gegeben, da kennen wir auch kein Pardon.“ Ebenso streng wird überwacht, dass Vereinsmitglieder regelmäßig kommen und schießen, ansonsten muss es damit rechnen, dass die Waffe ersatzlos eingezogen wird. „Das ist Gesetz und das geht dann auch richtig ins Geld.“

 

Die Anlage wird von mehreren Schießsportvereinen der Stadt Bedburg genutzt. Hier gibt es ein sehr gutes Miteinander, betont Reinhard Koch. Fremdvereine können die Anlage nicht mieten. Zu groß sei das Risiko einer Beschädigung. Nach einer ausführlichen Einweisung hatten meine CDU Kollegin/Kollegen und ich die Möglichkeit, einmal unsere Schuss-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen – mit unterschiedlichem Erfolg. Auch hier gilt: Übung macht den Meister. 

Ehrenpreis für Königshoven

Oberbruch, 24.11.2018

 

Beim Landeswettbewerb 2018 „Unser Dorf hat Zukunft“ hat Königshoven die Bronzemedaille gewonnen.

 

Die Urkunde und der Ehrenpreis wurden im Rahmen einer Feierstunde in der Festhalle Erkelenz-Oberbruch von Ursula Heinen-Esser, NRW Landesministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz an Willy Moll, Ortsbürgermeister von Königshoven und Ehrenbürger der Stadt Bedburg überreicht.

 

Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg.

 

Besuch der Kohleforschungsanlagen bei der RWE in Niederaußem

Niederaußem, 23.11.2018

 

Auf Initiative von Achim Niepel, CDU Ratsmitglied der Stadt Bedburg und mit freundlicher Unterstützung von Dr. Jens Hannes, Leiter Forschung und Entwicklung, Brennstoffe bei der RWE AG, verschafften sich Mitglieder der CDU Ratsfraktion Bedburg in einem mehrstündigen Symposium einen Überblick über die Aktivitäten der RWE AG im Bereich der Kohleforschung und -Entwicklung. Kohle als natürlicher Rohstoff kann mehr als nur für die Stromerzeugung verbrannt zu werden.

 

Welche Alternativen stehen heute und morgen zur Energieversorgung zur Verfügung? Rund 650 TWh (Terawatt / Mrd. kWh) Strom wird pro Jahr in Deutschland produziert, mittlerweile rund 38,5% davon durch erneuerbare Energiequellen. Der Stromanteil aus Braunkohle beträgt aktuell 24,4%. Durch die priorisierte Förderung und vorrangige Nutzung der erneuerbaren Energie steigt dieser Anteil stetig an. Dies zeigt, dass Aussagen einiger Politiker, die Förderung der Braunkohle würde explizit gefördert, schlichtweg falsch ist.

 

Mit einem Zuwachs von 33% hat die Stromerzeugung aus Windkraft im vergangenen Jahr am meisten zugelegt und wurde damit zur zweitwichtigsten Stromquelle hinter der Braunkohle. Auch wenn in den Monaten Oktober und Dezember 2017 der Wind 28% mehr Strom als die Braunkohlekraftwerke lieferte, zeigen die Tagesauswertungen, dass die Energieleistung nicht permanent gesichert zur Verfügung steht, weil Strom im erforderlichen Maße noch nicht gespeichert werden kann.

 

Die RWE AG forscht und entwickelt gemeinsam mit namhaften Instituten und Hochschulen  Möglichkeiten der alternativen Nutzung von Kohle als Rohstoff und unterstützt Förderprojekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. So u.a. das Projekt ik² mit dem Ziel, Kohlenstoffe (CO²) in einen Wirtschaftskreislauf zu bringen. Das bekannte Treibhausgas verstärkt den Treibhauseffekt und ist damit ursächlich für die globale Erwärmung verantwortlich. In einer bei der RWE in Niederaußem erstellten Forschungsanlage gelingt es, das bei der Verbrennung entstehende CO² aus dem Rauchgas abzuscheiden und für eine weitere Nutzung aufzubereiten. In anderen Anlagen werden Möglichkeiten der Kohlevergasung, der Wasserstofftechnik, einer Klärschlammverwertung oder die Synthese von Kraftwerksgas erprobt. Diese könnten in Zukunft Benzin, Diesel und Heizöl ersetzen.

 

Bei einer Begehung der Forschungsanlage konnten sich die Teilnehmer von der Komplexität der Anlagen überzeugen. Systeme zur Stromspeicherung sind vorrangige Projekte. So ist angedacht, nach Ende des Tagesbaus Inden das Werk als Speicherkraftwerk zu nutzen. Hier werden neue Möglichkeiten erforscht, weil die Technologie der aktuell diskutierten Batteriespeicherung in der gesamten Ökobilanz keine befriedigende Ergebnisse bringt.

 

Beim Rundgang durch das RWE Werk in Niederaußem stellten die Teilnehmer überraschendes fest: nur wenige Personen steuern im Leitstand der BoA die gesamte Stromproduktion im Werk und der Stromgenerator liefert permanent mehr Strom, als die Stadt Köln insgesamt benötigt. Natürlich durfte auch ein Blick von der 172 m hohen Aussichtsplattform der BoA auf die örtliche Region nicht fehlen.

Volkstrauertag – "Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden"

Bedburg, 18.11.2018

 

Der Volkstrauertag ist ein Tag, an dem an vielen Orten der Folgen von Krieg und Gewalt, der Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus gedacht wird. Ein Tag der Erinnerung, der Trauer und der Mahnung, aber auch ein Tag des Friedens. Die diesjährige Gedenkfeier in Bedburg fand im Beisein vieler Vereinsvertreter, den Vertretern aus der Verwaltung und zahlreichen politischen Vertretern auf dem Westfriedhof statt.

 

Begründet wurde der Volkstrauertag nach dem ersten Weltkrieg durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK). Ziel war die Pflege der Gräber gefallener deutscher Soldaten seit den Befreiungskriegen. Heute kümmert sich der Volksbund in 46 Ländern um deutsche Kriegsgräberanlagen mit über 2,5 Millionen Kriegstoten.

 

Am Mahnmal auf dem Bedburger Friedhof legten Vertreter des Sanitätsregiments 1 Führungsbereich Berlin im Panzergrenadier-Bataillon 43 der 3. Panzergrenadier-Division, die Stadt Bedburg und der VdK Ortsverband Bedburg, Kaster und Pütz Kränze nieder.

Mit der S-Bahn von Bedburg direkt zum Flughafen

Bergheim, 12.11.2018

 

Bahnfahrer und Pendler können sich freuen. Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, hat den Verkehrsknotenpunkt Köln in die Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ aufgenommen und damit eine bevorzugte Umsetzung und Finanzierung sichergestellt. Diese Neubewertung im nationalen Schienenverkehr hat auch Auswirkungen auf den internationalen Personen- und Güterverkehr der DB Verbindung Belgien–Aachen–Köln, denn über die Teilstrecke Horrem–Köln führt momentan auch die Bahnverbindung der RB38 Erftbahn von Bedburg nach Köln-Deutz.

 

Der Nahverkehr Rheinland (NVR), der das S-Bahn-Liniennetz in der Region Köln betreibt, hat am Montag im Medio Bergheim in der Akteurskonferenz das Projekt „Zukunftsfähige Mobilität für die Region“ vorgestellt. Damit soll die DB Erftbahn zu einer S-Bahn ausgebaut werden.

 

Um die Orte und Städte mit der Metropole Köln zukünftig im 20-Minuten-Takt verbinden zu können, wird die Strecke elektrifiziert, die Gleiskapazitäten erweitert und die Bahnhöfe modernisiert. In Horrem muss ein Überwurfsbauwerk erstellt werden, um die eigenständig neben der DB-Strecke verlaufenden S-Bahn-Gleise nutzen zu können.

 

Der NVR will das Modellprojekt im Rahmen des Bündnisses für Mobilität durch eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung unterstützen und beschleunigen. Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland GmbH, Bernd Köppel, Leiter Großprojekte West der DB Netz AG und Stephan Boleslawsky, Leiter Regionalbereich West der DB Station&Service AG hoffen, dass Mittel aus dem Strukturprogramm Braunkohle in das Projekt fließen können und damit eine rasche Umsetzung ermöglicht werden kann.

 

In Zukunft wird die RB38 zur S12. Dann kann man von Bedburg aus direkt ohne Umsteigen bis zum Kölner Flughafen und folgend bis nach Au an der Sieg fahren.

Mensch Bedburg - „Kristallnaach“ 

Bedburg, 09.11.2018

 

Scheiben zerbersten, Geschäfte werden geplündert und Wohnungen und Häuser gehen in Flammen auf. Der Mob auf der Straße verbreitet Angst und Terror und schürt die Diskriminierung von Menschen und verbreitet Hass. Menschen stehen auf der Straße und sehen tatenlos zu. Das sind Bilder, die man auch heute noch erleben kann.

 

Wie sich die Bilder gleichen. Vor 80 Jahren, in der Reichspogromnacht des 9.November 1938, setzten organisierte NSDAP-Trupps jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand und organisierten die Verschleppung rund 25.000 jüdischer Männer und Jugendlicher in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen. Mit dem Verbot von Handel, Handwerk und Gewerbe und immer neuen Auflagen wurde folgend den Juden die Existenzgrundlage genommen, wer sich auflehnte, wurde in „Schutzhaft“ genommen. Die Masse der Inhaftierten kam erst nach Auswanderungserklärungen frei, viele Juden haben diesen Terror nicht überlebt. Diese Nacht wurde zum schwarzen Tag in der deutschen Geschichte.

 

Rund 150 Bedburger Bürger, unter ihnen viele Schülerinnen und Schüler der GHS, versammelten sich am Abend auf dem jüdischen Friedhof in Bedburg, um der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Vom Terror der Nazis waren auch Bedburger Juden betroffen, unter ihnen die Familie Franken, die ihr Haus, das heutige Bedburger Rathaus, am Markplatz in Bedburg hatten. Am Grab von Hermann Franken, der von 1851 bis 1916 in Bedburg lebte, zündeten die Schulkinder Kerzen an und setzten damit ein Zeichen gegen Gewalt und Terror.

 

Die alternative Bezeichnung der Pogromnacht in Kristallnacht bezieht sich auf die Spiegel- und Glasscherben der zerstörten Wohnungen, Läden, Büros und jüdischen Einrichtungen.

 

Im Jahr 1982, also vor 36 Jahren, stellte die Gruppe BAP mit dem Song „Kristallnaach“ und der Textzeile „et rüsch noh Kristallnaach“ einen Bezug zu den Ereignissen der aktuellen Zeit her und warnt mit „bruche wer, de se verführt“ vor neuer Hetze und Diskriminierung durch radikalisierte Parteien. Diese Texte sind heute noch genau so aktuell wie vor 36 Jahren. Mensch Bedburg, bleibe wachsam!

Nachtleben auf dem Köln-Bonner Flughafen

Köln, 07.11.2018

 

Im Rahmen der Zukunftsperspektive hat sich eine Gruppe der CDU Rhein-Erft über die wirtschaftliche Bedeutung und Entwicklung des Flughafens Köln/Bonn informiert. Um den aktiven Frachtbetrieb live erleben zu können, wurde die Veranstaltung zu einer Abend- und Nachttour.

 

Benjamin Heese, Leiter Politik- und Regierungsbeziehungen des Köln-Bonner Flughafens, nahm persönlich die von der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Romina Plonsker MdL geführte Gruppe in Empfang. In einem umfassenden Themenvortrag berichtete Heese über die besondere Bedeutung des Flughafens im europäischen und internationalen Flugverkehr, über die durch Billigflieger verursachten gestiegenen Personenzahlen und über eine deutliche Zunahme bei der Luftfracht. Im globalen Flugverkehr habe der Köln-Bonner Flughafen, bedingt durch die zentrale Lage und die Nachtoffenheit, einen entscheidenden Vorteil. Jeden Abend landen auf dem Flugplatz über 40 internationale Frachtmaschinen, werden innerhalb kurzer Zeit umgeladen und starten noch in der gleichen Nacht zum nächsten Ziel. Nur so ließe sich die Forderung nach "heute bestellt, morgen da" erfüllen.

 

Die starke Zunahme geht einher mit deutlich gesunkenen Flugbewegungen, eine Folge von immer neueren und größeren, gleichzeitig aber auch immer leiseren Maschinen. Intensiv wurde das Thema Lärmentwicklung und die weitere wirtschaftliche Entwicklung diskutiert. Für besonders leise Maschinen bietet der Flughafen Sonderkonditionen an und unterstützt damit den Einsatz moderner Flugzeuge.

 

Im Anschluss führte der Besucherdienst die Christdemokraten über den Flughafen. Im Bus ging es quer über das Vorfeld, an geparkten und gerade neu ankommenden Flugzeugen vorbei zum UPS-Frachtzentrum, das im Livebetrieb besichtigt werden konnte. Beeindruckend, dass die eingesetzte Sortieranlage in der Lage ist, weitgehend automatisiert über 180.000 Sendungen pro Stunde zu sortieren und für den weiteren Versand aufzubereiten. 

 

Romina Plonsker fasste die Eindrücke der Gruppe zusammen: Der Flughafen ist mit über 10.000 Beschäftigten ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und ist gleichzeitig ein wichtiges Verkehrsdrehkreuz für Passagiere und Fracht.

Ein eigenes Haus - ein teurer Traum

Bedburg, 01.11.2018

 

Politische Fehler heizen die Kostenspirale in Bedburg an

 

Ob Kauf oder Miete. Baugrundstücke, Häuser und Wohnungen sind knapp und werden immer teurer. Das trifft auch auf Bedburg zu. Kein Wunder, denn auch hier ist die Nachfrage deutlich höher als das Angebot. Wohnraum wird für viele kaum noch bezahlbar und der sozial geförderte Wohnungsbau ist über Jahre vernachlässigt worden. Die Folgen sind fatal.

Überall werben perfekt inszenierte Bilder für ein eigenes Heim bei Sonnenschein, freistehend für eine junge Familie mit 2 Kindern, die im Garten spielen. Eine schöne Vorstellung und ein teurer Traum. Und ein gefährlicher obendrein, wenn die Realität den Traum einholt und zerplatzen lässt. Ein Blick hinter die malerisch schöne Kulisse lohnt sich und zeigt, dass in der Stadt Bedburg gravierende politische Fehler gemacht werden.

Ein Blick zurück: Eine junge Familie, glücklich verheiratet, 2 Kinder, ein solides Einkommen. Wenn da nicht die zu kleine Wohnung wäre. Die Kinder werden groß und nur ein Kinderzimmer. Das geht auf Dauer nicht. Mangels Alternativen an passendem Wohnraum in der Stadt bleiben nur zwei Lösungen: entweder wegziehen oder selber bauen. Ein Glück, dass im Neubaugebiet der Stadt ein Grundstück erworben werden kann.

Eigentlich hätte die junge Familie dort gerne aus Kosten- und energetischen Gründen ein Reihenhaus errichtet, doch solche Häuser sind in keinem der städtischen Pläne vorgesehen, der Bebauungsplan sieht auf diesem Grundstück nur ein freistehendes Einfamilienhaus vor. Was politisch sicherlich gut gemeint war, treibt die Kosten und den Flächenverbrauch nach oben und heizt somit die allgemeine Kostenspirale an.

Dank Ausbauhaus und viel Eigenleistung bleiben die Kosten für das eigene Haus überschaubar, die monatliche Belastung dank Niedrigzins und Steuerersparnis leistbar. Da die Bank eine fast 100%-Finanzierung bei einer festen Zinslaufzeit von 10 Jahren garantiert und die Gesamtkosten deutlich unter den Kosten vergleichbarer Häuser im Umfeld liegen, fällt die Entscheidung Kauf statt Miete nicht schwer. Eigentlich beste Voraussetzungen - oder doch nicht?

Heute, 12 Jahre weiter, sieht die schöngerechnete und scheinbar heile Welt ganz anders aus. Mangels Kapital ist im und rund ums Haus ein Investitionsstau entstanden, notwendige Reparaturen und Anschaffungen sind nicht erfolgt und nach Ende der Zinsbindung verlangt die Bank deutlich höhere Zinsen. Die steuerliche Ersparnis schrumpft, die Nebenkosten steigen u.a. durch eine stete Erhöhung der städtischen Grundsteuer, von steigenden Energiekosten ganz zu schweigen. Die Folge: der permanenten steigenden Belastung hat die Ehe nicht standgehalten, die Zins- und Tilgungsrate kann nicht mehr geleistet werden und das Haus musste verkauft werden. Hohe Vorfälligkeitsentschädigungen beim Verkauf haben den geleisteten Kapitaldienst aufgefressen und belasten die Betroffenen noch mit einer zusätzlichen Option.

Ein Einzelfall oder Pech gehabt – oder was hat die Stadt damit zu tun? Ein Blick in die Neubaugebiete zeigt, dass dies kein Einzelfall ist. Für viele wird der Hausbau oder -Kauf mangels Alternativen zu einer aus der Not geborenen Entscheidung. Statt über intelligente, ökologisch nachhaltige, generationengerechte und barrierefreie – und gleichzeitig bezahlbare Wohnraumkonzepte nachzudenken, hat und gibt die Stadt das Heft des Handelns weitgehend aus der Hand und fördert Investoren und Bauherren, die über ausreichend Kapital verfügen. Diese können folgend Gewinne abschöpfen, während die Allgemeinheit die Kosten für die Schaffung der Infrastruktur zu tragen hat. Dieser Umstand wird in der Politik häufig übersehen oder schlimmstenfalls ignoriert. Geänderte Zuteilungskriterien bei der Grundstücksvergabe stellen die notwendige private Planungssicherheit in Frage und ein möglicherweise unsicherer Baugrund wird in die Haftung des Investors transferiert oder das Risiko auf den Bauherrn verschoben. Nicht zuletzt durch langwierige Entscheidungen und Diskussionen heizt die Kommune die Teuerungsspirale zusätzlich an. Noch schlimmer ist, dass sich die Verantwortlichen in der Stadt mit solchen Entscheidungen aus jeglicher sozialen Verantwortung nehmen.

Statt Integration zu leben, wird abgegrenzt und die Kluft zwischen arm und reich vergrößert. Keine Chance für junge Familien, die in Zeiten niedriger Zinsen über eine Immobilie Kapital aufbauen wollen, um die eigene und die Zukunft ihrer Kinder zu sichern. In keinem der aktuellen Konzepte sind Eigentumswohnungen vorgesehen, die aufgrund überschaubarer Gesamtkosten eher eine Kapitalbildung zulassen als ein eigenes Haus oder für Senioren unter Sicherung des vorhandenen Kapitals eine Alternative zu einem eigenen Haus sein könnten. Die Folge: mangels Alternativen werden insbesondere junge Paare und Familien gezwungen, teuren Wohnraum zu mieten. Ein Kapitalabfluss statt Kapitalbildung, oftmals verbunden mit dem Zwang, einen hohen Schuldenberg aufzubauen, der in vielen Fällen zu einer dauerhaften Belastung, schlimmstenfalls zu einem Bruch der familiären Beziehung führen kann. Dies kann und darf nicht Ziel einer verantwortlichen Politik sein. Wenn Senioren ihr Eigenheim zu Gunsten einer Mietwohnung verlassen, bedeutet dies in vielen Fällen auch die Auflösung geschaffenen Kapitals bis hin zum Zwang einer staatlichen Grundversorgung.

Ja, wir brauchen sozialen Wohnraum und ja, wir brauchen finanzierbare Mietwohnungen. Die Stadt steht in der Verpflichtung, dies bei ihren Planungen zu berücksichtigen und den Investoren in das Pflichtenheft zu schreiben. Wer den sozialen Frieden in einem Quartier sichern will, muss intensiv über ein gleichberechtigtes Nebeneinander der gesellschaftlichen Schichten nachdenken und den dafür notwendigen Dialog aufbauen. Wie kann da eine Argumentation richtig sein, durch mehrgeschossige sozial geförderte Bauten dahinter befindliche hochwertige Wohnräume „schützen“ zu wollen und praktisch die Interessen der Mittelschicht in der Stadt nicht zu beachten?

Für die CDU bedeutet Wohnungsbaupolitik und Eigentumsförderung gleichzeitig auch immer Familienförderung und aktive Altersvorsorge. Das entlastet nachhaltig die zukünftige staatliche Grundversorgung. Die CDU in der NRW-Koalition hat mit dem Baurechtsmodernisierungsgesetz und der öffentlichen Wohnraumförderung die Rahmenbedingungen dafür entschieden verbessert. Dies gilt es jetzt auch in einer Stadt wie Bedburg umzusetzen.

Die Wohnungsmieten stiegen bundesweit in den letzten Jahren jährlich um rund 4%, die Kaufpreise der Immobilien um rund 8%. Was in den Großstädten begann, setzt sich nun auch im Umland der Städte fort. Für eine moderne 85 m²-Wohnung werden in Bedburg mittlerweile Mietpreise von 10,00 € /m² gefordert, in den letzten 6 Jahren ist der durchschnittliche Mietpreis um rund 34%  auf 7,41 € gestiegen. Für ein Miethaus werden durchschnittlich 7,83 €/m² gezahlt, eine Steigerung von rund 25%. Eine Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht und macht die Notwendigkeit einer sozial gerechtfertigten Lösung deutlich.

25 Jahre Schützenhütte Königshoven

Königshoven, 30.09.2018

 

25 Jahre - Silberjubiläum für die Schützenhütte der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft im Weiler Hohenholz. Bei schönstem sonnigen Herbstwetter durfte an diesem Tag kräftig gefeiert und natürlich auch musiziert werden.

 

Schirmherr Willy Moll bedankte sich bei allen, die damals dieses Projekt unterstützt hätten. Ohne diese Unterstützung wäre damals der Bau der Schützenhütte nicht möglich gewesen und mit tatkräftiger Hilfe vieler helfenden Hände sei die Hütte in den letzten Monaten instandgesetzt worden. Das zeige, wie lebendig und aktiv die Königshovener Schützen seien. Brudermeister Georg Jobs ehrte unter dem Applaus der zahlreichen Gäste in der Folge die verdienten Mitglieder für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren.

 

Gepflegte Getränke, Grillspezialitäten und die Cafeteria ließen vor und in der Hütte keine Wünsche offen und die "Jungen Königshov'ner" sorgten für eine gute musikalische Untermalung. Dabei durfte natürlich das obligatorische Tirolerlied nicht fehlen.

Erste „Tour de Erft“ begeisterte

Rhein-Erft-Kreis, 29.09.2018

 

30 Besucher lernten das Rheinische Braunkohlenrevier von einer überraschend anderen Seite kennen.

 

Bei einer Wanderung durch das Bergische Land kam die Frage auf: Was macht das Revier entlang der Erft für Besucher in der heutigen Zeit überhaupt noch interessant? Dort, wo durch den Braunkohle-Tagebau riesige Löcher entstehen, wo Menschen ihre Heimat verlieren, ganze Orte umgesiedelt werden und Landschaften durch den Tagebau ein neues Gesicht bekommen. Was soll denn daran reizvoll sein?

 

Aus diesem Spannungsbogen entstand bei mir die Idee und das Angebot zu einer „Tour de Erft“. 30 Teilnehmer, überwiegend aus dem rechtsrheinischen Raum, brachten eine hohe Erwartungshaltung mit - und wurden nicht enttäuscht: Der mittelalterliche Ort Alt-Kaster, erstmals im Jahr 1154 urkundlich erwähnt, war das erste Etappenziel und zugleich ein Ort, der nicht dem Tagebau weichen musste. Die Geschichte dieses Ortes, sach- und fachkundig von Kasterer Urgestein Josef Vogt erklärt, hinterließ bei vielen Gästen einen bleibenden Eindruck. Einstimmiger Tenor: Schon alleine dieses Kleinod ist eine Reise in den Rhein-Erft-Kreis wert.

 

Weiter ging es nach Königshoven. Zu einem Ort, der in den vergangenen 40 Jahren umgesiedelt wurde und wo die Menschen eine neue Heimat gefunden haben. Wo die Bewohner die Erinnerung an ihre alte Heimat wach halten und - gegen den Zeitgeist - in der ursprünglichen alten Ortslage in Eigenleistung eine Kapelle errichtet haben. Auf gleicher Ebene, der Königshovener Höhe, entstand der größte und leistungsfähigste Windpark in NRW. Errichtet auf einer Fläche, wo vor rund 40 Jahren noch ein offener Tagebau war. Für viele Teilnehmer der Tour war das gar nicht vorstellbar. Ortsbürgermeister Willy Moll berichtete über die Schwierigkeiten bei der Planung, über die erfolgreiche Umsiedlung und dem steten Ziel, den Menschen an neuer Stelle eine dauerhafte Heimat zu geben.

 

Vom weit in den Tagebau Garzweiler hineinragenden Skywalk blickten viele Teilnehmer erstmals in einen offenen Tagebau, wo riesige und aus der Höhe klein wirkende Bagger Erdschichten abtragen und in rund 180 m Tiefe Braunkohle abbauen, die dort vor Millionen Jahre entstanden ist. Viele Fragen, viele Antworten. Keiner der Teilnehmer konnte die Größe dieses Tagebaus abschätzen. Dazu ist die Fläche dieses Tagebaus einfach zu groß.

 

Nach einem Mittagessen in der Brasserie Schloss Paffendorf ging es weiter zum Forum Terra Nova nach Elsdorf. Dort wartete ein geländegängiger MKW auf die Teilnehmer und lud zu einer Fahrt in den Tagebau Hambach ein. Jetzt ging es ganz nah heran an die riesigen Schaufelradbagger, die erst durch diese Nähe ihre wahren Dimensionen offenbarten und mit jeder Schaufel riesige Mengen Sand und Kies auf die Förderbänder brachten. Ein ganz besonderes Erlebnis für die Teilnehmer, einen solchen Tagebau einmal live zu erleben. 

 

Quer durch den Tagebau führte die Fahrt dann hinauf auf die Sophienhöhe. Ein künstlicher Berg, heute umfassend rekultiviert mit malerisch gelegenen Seen, vielen Wander- und Mountainbike-Strecken und einer Artenvielfalt, die dort so keiner erwartet hatte. Nur die wenigsten Besucher der Sophienhöhe wissen, dass diese Rekultivierung dem Ersatz des Hambacher Forstes dient und inzwischen über eine bessere Fauna und Flora als im Ursprung verfügt. Oder dass es dort einen Wald mit riesigen Mammutbäumen gibt. Viele Teilnehmer der Tour äußerten den Wunsch nach einer speziellen Führung durch dieses Gebiet.

 

Nach dem Besuch des Schlosses Paffendorf durfte natürlich eine Stippvisite zum Bedburger Schloss nicht fehlen. Niemand hatte in dieser Region Schlösser in dieser Häufigkeit erwartet, auch wenn einige, so wie die Schlösser Morken und Harff, dem Tagebau weichen mussten.

 

Die „Tour de Erft“ begeisterte und machte die besondere Situation im Rheinischen Braunkohlerevier deutlich. Alte malerische Orte in direkter Nähe zur modernen Industrielandschaft, gewachsene und rekultivierte Landschaften verschmelzen zu einer Einheit. Braunkohle-Kraftwerke und unzählige Windräder produzieren Strom für Millionen Menschen. Gibt es dazu Alternativen? Wer, so wie oft dargestellt, öde und brachliegende Flächen suchte, wurde enttäuscht.

 

Dennoch bleiben Fragen offen, die in der Kürze der Zeit oder aufgrund der aktuellen Entwicklung nicht beantwortet werden konnten. Wird es ein Ende des Braunkohleabbaus in dieser Region geben, wie sieht die Zukunft der Menschen, der Arbeitsplätze und die der betroffenen Familien aus, wie bekommt man die Umweltbelastung in den Griff, was passiert mit den riesigen Löchern nach dem Tagebau? Letztere Frage wurde längst entschieden: entstehen sollen hier in Zukunft einmal riesige Seenlandschaften … es wird Jahre dauern, bis man eine Tagebau-Grube geflutet hat, die größer als der Tegernsee ist.

 

Für mich war spannend zu erleben, dass auch eine Industrielandschaft einen besonderen Reiz ausüben kann. Das zeigte der Jackerather Skywalk und die Aussichtsebene im Forum Terra Nova deutlich. Immer wieder wurde mir die Frage gestellt, was denn praktisch mit der im Tagebau gewonnenen Kohle passiert. Dies könnte Gegenstand einer weiteren „Tour de Erft“ sein: der Besuch eines BoA Kraftwerks - ein Braunkohlekraftwerk mit optimierter Anlagentechnik. Erste Gespräche habe ich dazu bereits geführt.

Hinsehen statt wegsehen - Stolpersteine erinnern an Juden in Bedburg

Bedburg, 12.09.2018

 

Inmitten der Stadt Bedburg, vor dem Haus Lindenstraße 6 und im Zugang zur Hundsgasse 7, wurden in Erinnerung an jüdische Familien, die damals dort gelebt haben, 12 Stolpersteine verlegt. In der glänzenden Messing-Oberfläche der Steine sind die Namen und Daten der Familienmitglieder eingraviert, die 1942 von den Nationalsozialisten erst aus ihren Häusern vertrieben, dann deportiert und ermordet wurden.

 

Die Steine wurden vom Künstler Gunter Demnig hergestellt und verlegt. Dazu waren einige Bedburger Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen auch Schülerinnen und Schüler der Arnold-von-Harff-Gemeinschaftshauptschule, gekommen. Für sie war erschreckend, dass unter den Opfern auch ein 16jähriges Mädchen war. In einer Schweigeminute gedachte man den Opfern.

 

Heinz Obergünner, Vorsitzender des Bedburger Geschichtsvereins, erinnerte an die Greuel der damaligen Zeit und warnte vor rechtsradikalem Gedankengut in der heutigen Zeit. Nationalsozialisten habe es damals auch in Bedburg gegeben und dazu habe der Geschichtsverein zahlreiche Schriften und Broschüren erstellt. Er richtete den dringenden Appell an die Anwesenden, hinzusehen statt wegzusehen.

Unser Dorf hat Zukunft: Bronze für Königshoven

Glückwunsch durch Ursula Heinen-Esser, der NRW Landwirtschaftsministerin nach der Bekanntgabe der Preisträger

Bad Sassendorf, 09.09.2018

 

Königshoven kann sich erneut freuen. Beim Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" hat der Bedburger Ortsteil Königshoven eine Bronzemedaille gewonnen. Die Bekanntgabe der Sieger des Wettbewerbs erfolgte durch die NRW Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser im Haus Düsse in Bad Sassendorf. Sie gratulierte Willy Moll, Ortsbürgermeister von Königshoven, zu diesem tollen Erfolg.

 

Als Gewinner des Kreiswettbewerbs nahm Königshoven am Landeswettbewerb teil und kann jetzt eine weitere Medaille der Trophäensammlung hinzufügen, die der Ort Königshoven in der Vergangenheit bei den verschiedenen Kreis- und Landeswettbewerben gewonnen hat. Diese wurden damals noch unter dem Namen "Unser Dorf soll schöner werden" durchgeführt.

 

Gemeinsam mit Norbert Pleuß, der die Ortsbereisung der Landesjury organisiert und begleitet hat, war Ortsbürgermeister Willy Moll nach Bad Sassendorf gefahren. Sie alle, so die Ministerin bei ihrer Ansprache an die zahlreichen Vertreter der teilnehmenden Orte, sind bereits durch ihre Qualifikation Gewinner geworden. Sonst wären Sie ja heute nicht hier. Es sei beeindruckend, mit welchem Engagement sich die Bewohner der Dörfer für ihre Heimat und deren Zukunft einsetzen würden und sprach allen Beteiligten den Dank der Landesregierung aus.

 

44 Dörfer aus NRW haben am diesjährigen Landeswettbewerb teilgenommen, insgesamt beteiligten sich in NRW 580 Dörfer am Wettbewerb. "Unser Dorf hat Zukunft" fördert die Zukunftsperspektive der Dörfer in Bezug auf Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und das soziale und kulturelle Leben. Weiterhin wird die Baugestaltung im Ort und der Erhalt und die Pflege der historischen Bausubstanz, die Gestaltung mit Grün und die Einbettung des Ortes in das Landschaftsbild bewertet.  

 

Am 24. November 2018 wird die Ministerin in Heinsberg-Oberbruch die Medaillen, Urkunden und Preisgelder im Rahmen einer offiziellen Abschlussveranstaltung überreichen. Die Bronzemedaille ist mit einem Preisgeld von 500,00 Euro dotiert.

Die Löschlöwen sind los

Bedburg, 03.09.2018

 

Neben der Jugendfeuerwehr, für die in NRW ein Mindestalter von 10 Jahren gilt, wurde jetzt bei der freiwilligen Feuerwehr in Bedburg auch eine Kinderfeuerwehr für Kindern unter 10 Jahren eingerichtet.

 

Der Name "Löschlöwen" und das dazu passende Logo wird zukünftig die 10 Jungen begleiten, die in den ersten Trupp aufgenommen wurden. Die Kinder lernen jetzt spielerisch mit dem Thema Feuer umzugehen.

 

Vorrangiges Ziel der neuen Kinderfeuerwehr ist die Nachwuchsförderung bei der Feuerwehr in Bedburg. Ein entsprechender Beschluss wurde seitens der Politik formuliert und entsprechend umgesetzt. Als Starthilfe für die Kleinen haben die Ratsmitglieder einen Betrag von 225,00 Euro gesammelt. Weiterhin darf sich die Kinderfeuerwehr über eine Spende von 500,00 Euro freuen, die von der Carisma Bedburg e.V. zur Verfügung gestellt wurde.

Bürger fragen - Politiker antwortet

Wie schnell wird auf der Kreisstraße K36 – St. Rochus-Straße tatsächlich gefahren?

Bedburg, 28.08.2018

 

Kaum eine Bürgersprechstunde oder ein Canvassing vergeht, wo im Gespräch mit mir nicht das Thema Verkehr in der Stadt angesprochen wird. Zu viel Verkehr, zu laut, da wird permanent gerast, die Gefährdung von Fußgängern und vieles mehr. Insbesondere der Verkehr auf der Kreisstraße K36 – Albert-Schweitzer-Straße – St. Rochus-Straße steht da oft in der Kritik.

 

Als Kreistagsmitglied und Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Strukturwandel bei der Stadt Bedburg greife ich diese Themen auf, bringe sie in die jeweiligen Sitzungen ein und bitte die Verwaltung um Offenlage vorhandener Messdaten.

 

Mittlerweile liegt die Auswertung einer Wochenmessung auf der St. Rochus-Straße im Streckenabschnitt Messweg – Eisvogelweg vor, die im Mai 2018 durchgeführt wurde. Mit einem erstaunlichen Ergebnis (bezogen auf die Messwoche):

 

Rund 36000 Fahrzeuge fahren pro Woche auf dieser Strecke, darunter sind 2100 LKWs. Auf dem Streckenabschnitt gilt ein Tempolimit von 50 km/Stunde. Daran haben sich 29,2% - also nicht mal ein Drittel der Verkehrsteilnehmer – gehalten. Im Geschwindigkeitsbereich bis 60 km/h waren 50,5% der Fahrzeuge unterwegs. Damit fahren unter Berücksichtigung einer üblichen Toleranzgrenze 80% der Fahrzeuge in einer dem geraden Straßenverlauf angepassten Geschwindigkeit. Das wiederum kann man für 19,5% der Fahrer- oder -innen nicht mehr sagen, sie fahren mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h deutlich zu schnell.

 

Wer nachrechnet stellt fest, dass in der Statistik 0,5% fehlen = 210 Fahrzeuge schneller als 80 km/h gefahren sind. Das sind offensichtlich die immer wieder bei den Gesprächen angesprochenen Raser. Einsamer Spitzenreiter ist ein Fahrer oder eine Fahrerin, die bevorzugt die späten Abend- und Nachtstunden nutzt, um die Kreisstraße in eine Rennstrecke zu verwandeln. Er oder sie fliegt dann mit bis zu 133 km/h, also deutliche 83 km/h zu schnell über die Strecke -  und das offensichtlich nicht nur in diesem Streckenabschnitt, wie die Anwohner der Albert-Schweitzer-Straße unisono auch immer wieder feststellen. Die Polizei ist informiert und wird zukünftig darauf ein besonderes Augenmerk legen – und sicherlich dann auch gerne den „Lappen“ entgegen nehmen.

90 Jahre Freiwillige Feuerwehr Rath

Bedburg-Rath, 24.08.2018

 

Die Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr in Bedburg-Rath feierte mit einem Festkommers ihr 90-jähriges Bestehen.

 

Klein, aber fein, so umschrieb Kim Scholze, Sprecher der Rather Löschgruppe, in seiner Begrüßungsrede die heutige Situation der Feuerwehr in Rath. 22 aktive Mitglieder, dazu weitere 5 Mitglieder in der Ehrenabteilung. Fast so viele wie bei der Gründung im Jahr 1988, als sich 30 Personen den Leitsprich "Einer für alle - Alle für einen - Gott zur Ehr' - dem Nächsten zur Wehr" zu Eigen machten.

 

Rund 15 Einsätze müssen im Jahr von den freiwilligen Helfern bewältigt werden, hinzu kommen zahlreiche Notrufe, zu denen die Rather zur Unterstützung gerufen werden. In der vollbesetzten Turnhalle war dieser Geist hautnah zu spüren. Zum Kommers waren auch zahlreiche Vertreter der Feuerwehren aus dem Umkreis und der Rather Vereine gekommen, um gemeinsam den Festtag zu begehen.

Übergänge am Kreisel Monte Mare müssen nachgebessert werden

Bedburg-Kaster, 25.07.2018

 

Weiße Noppen- und Rippensteine, die sich deutlich vom dunklen Asphalt abheben, helfen seh- und körperbehinderten Menschen beim Überqueren einer Straße. Solche Spezialsteine wurden auch beim Bau der Überwege am Kreisverkehr des Monte Mare Bades verwandt, damals genau nach Vorschrift der DIN-Norm 32984. Diese schrieb eine deutlich erkennbare und ertastbare Absendung des Niveaus auf Straßenebene vor. Um diese zu erreichen, wurden beim Bau der Übergänge am Monte Mare Kreisel entsprechende Erhöhungen vorgesehen.

 

Was gut gemeint war, hat sich in der Praxis als nur bedingt tauglich erwiesen. Rollstuhlfahrer bleiben an den Erhöhungen und Absenkungen hängen, Radfahrer ärgern sich über die Verkantung des Fahrweges, die zu einer Unwucht im Reifen führen kann und Mütter müssen ihre Kinderwagen beim Überqueren der Straße anheben. Diese und andere Gründe haben dazu geführt, dass die DIN 32984 zwischenzeitlich modifiziert wurde.

 

Jetzt gilt es, die Übergänge am Monte Mare nachzubessern und die Übergänge in einem Teilbereich ebenerdig zu gestalten. Bei einem heutigen Ortstermin habe ich mich über die aktuelle Situation informiert und erlebt, wie ein Rollstuhlfahrer beim Versuch, mit seinem Fahrzeug die Straße zu überqueren, aufgesetzt ist und nur mit fremder Hilfe seinen Weg fortsetzen konnte.

 

Mit meiner Forderung nach einer zwingend notwendigen Änderung stieß ich beim Leiter des Straßenbauamtes beim Rhein-Erft-Kreis, zuständig für die Kreisstraße K36, an der der Kreisel liegt, auf offene Ohren. Wir sind übereingekommen, gemeinsam nach einer schnellen Lösung zu suchen. Die besondere Herausforderung besteht darin, einen Unternehmer zu finden, der noch freie Kapazitäten für diesen Umbau hat. Eine mögliche Lösung ist schon in Sicht, Alternativvorschläge sind uns jederzeit willkommen.

 

Schon in der Ausschusssitzung für Umwelt und Strukturwandel der Stadt Bedburg am 08.11.2016 habe ich die Forderung nach behindertengerechten Überwegen in der Stadt formuliert. Dabei habe ich mit Bezug auf eine Ausarbeitung der Themengruppe Freizeit, Tourismus, Kultur und Sport für die Kommission Inklusion beim Rhein-Erft-Kreis deutlich gemacht, dass solche Überwege für 10 % der Bevölkerung (starke Behinderung) unentbehrlich sind, für 40 % der Bevölkerung (leichte Behinderung, Mütter mit Kindern usw.) notwendig sind und allen Menschen 100% mehr Komfort bieten. Mit einem Beispiel habe ich die Forderung untermauert. Die demografisch bedingte Entwicklung mit steter Überalterung der Menschen in unserem Land hat dazu geführt, dass im Jahr 2016 erstmals mehr Rollatoren als Kinderwagen verkauft wurden. Das zeigt die Notwendigkeit des Handelns. Jetzt!

Keine Angst vor der Haselmaus

Rhein-Erft-Kreis, 08.07.2018

 

Die RWE hat auf der Sophienhöhe einen neuen Naturerlebnispfad eingeweiht. Maskottchen ist die kleine putzige Haselmaus Sophie.

 

Der Rundweg mit einer Länge von rund 4 km bringt den Besuchern, bevorzugt Familien mit Kindern, die Natur nahe und beantwortet Fragen z.B. wie die Kohle entstanden ist oder welche Tiere und Pflanzen auf der Sophienhöhe zu finden sind. Wer den ganzen Weg mit Kindern geht, benötigt dafür rund 2,5 Stunden, alternativ kann auch eine kurze Strecke mit rund 1,5 km gewählt werden.

 

Zur Eröffnung, von RWE als Familienfest organisiert, kamen viele Familien aus der näheren Umgebung der Sophienhöhe. Gemeinsam mit meinem Kreistagskollegen Helmut Reuter (CDU) aus Elsdorf nahm ich als politischer Vertreter des Rhein-Erft-Kreises an der Eröffnung teil. Erik Schöddert von der RWE Power freute sich über den regen Zuspruch bei herrlichem Wetter und stellte das Maskottchen Sophie vor. Die Haselmaus war 2017 Tier des Jahres und RWE siedelt jährlich rund 500 Haselmäuse auf die Höhe um. Dort finden die putzigen Tierchen ideale Bedingungen zur weiteren Population vor.

 

Angst vor der kleinen Maus braucht niemand zu haben, dafür sind die kleinen Tiere viel zu scheu. Wer sie dennoch erblicken will, sollte in den Abendstunden am Waldrain nach ihnen Ausschau halten.

 

Gregor Eßer von der RWE Forschungsstelle Rekultivierung und Melanie Gutmann, derzeit Masterstudentin an der RWTH in Aachen, haben gemeinsam den Naturerlebnispfad konzipiert und führten im Rahmen der offiziellen Eröffnung die Besucher über den kleinen Rundkurs. Erkennbar wurde dabei die Maus Sophie von den Kleinen ganz schnell ins Herz geschlossen.

Schützenfest Königshoven 2018

Königshoven, 24.06.2018

 

Es ist immer eine ganz besondere Ehre und Freude, gemeinsam mit dem Schützenkönigspaar, dem Brudermeister, den Hofdamen und vielen weiteren Ehrengästen die Paraden des Schützenregimentes von der Tribüne aus abnehmen und erleben zu dürfen.

 

Die Königshovener St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft schafft es jedes Jahr aufs Neue, viele Gäste und Besucher zum sonntäglichen Umzug nach Königshoven zu locken und ihnen dabei ein farbenfrohes und fröhliches Fest zu bescheren. 

Herzinfarkt: neue moderne Rettungsmöglichkeiten nutzen

Bild: Deutsche Herzstiftung

Rhein-Erft-Kreis, 18.06.2018

 

Bereits bei den letzten Bedburger Gesundheitstagen habe ich in Verbindung mit der Deutschen Herzstiftung das Thema Herzinfarkt und Herzgesundheit positioniert. 

 

Jetzt habe ich gemeinsam mit meinem CDU Kreistagskollegen Patrick de Vos eine Initiative gestartet, um mit Hilfe moderner Technik die Rettung der von einem Herzinfarkt betroffenen Menschen zu verbessern. Dabei kann die Rettungsleitstelle das Internet und das GPS zur Ortung von Ersthelfern nutzen, diesen über das Handy alarmieren und zum Patienten schicken. 

 

Das sind die Fakten: Über 300.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt, 50.000 Menschen sterben an den Folgen eines solchen Infarktes. Dieser kann aus heiterem Himmel heraus ohne vorherige Anzeichen jeden treffen. Lebensbedrohlich ist dabei das Kammerflimmern. Dann zählt jede Sekunde und Maßnahmen der Wiederbelebung müssen sofort eingeleitet werden. Je schneller das Herzflimmern mit einem Defibrillator unterbrochen wird, umso größer ist die Überlebenschance. Der Defibrillator unterbricht das Kammerflimmern durch einen Elektroschock und bringt das Herz wieder in einen gleichmäßigen Rhythmus.

 

Die Hilfsfrist der Rettungsdienste beträgt in NRW 8 Minuten, in ländlichen Bereichen 12 Minuten.

 

Wenn der sofort per Notruf 112 alarmierte Rettungswagen den Patienten erreicht, sind oft mehrere Minuten verstrichen. Zu lange für einen Menschen mit einem Herzstillstand, denn bereits nach drei bis fünf Minuten beginnen Gehirnzellen abzusterben. Oft sind schwere körperliche Schädigungen die Folge. Deshalb müssen nach dem Notruf sofort Rettungsmaßnahmen wie eine Herzdruckmassage beginnen, um das Gehirn mit dem nötigsten Sauerstoff zu versorgen.

 

In vielen niederländischen Städten und in den nordischen Ländern wurden in stark frequentierten Ortsbereichen wie Einkaufs- und Fußgängerzonen Boxen mit Defibrillatoren aufgehängt und ein modernes GPS/Internet-basiertes Alarmsystem installiert, das Ersthelfer über das Handy informiert und schneller zu dem Leblosen lotsen kann, als die Fahrt des Rettungswagens dauert. Auch in Deutschland wurden bereits erfolgreich mehrere entsprechende Pilotprojekte gestartet. Unsere gemeinsame Initiative zielt darauf ab, unter Nutzung vorhandener Ressourcen ein solch modernes Alarmsystem auch im Rhein-Erft-Kreis zu implementieren.

 

Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt, im Notfall sofort die Notrufnummer 112 zu wählen. Daran ändert sich auch durch unsere Initiative nichts. Die Koordinierung des Notrufs und die Einsatzsteuerung der professionellen Rettungskräfte erfolgt weiterhin und wie bisher über die jeweilige Rettungsleitstelle. Zusätzlich soll zukünftig von dort - weitgehend automatisiert - auch die Alarmierung der Ersthelfer vor Ort erfolgen.

 

Da die Teilnehmer an einer solchen Notfall-Erstversorgung dafür ausgebildet und zertifiziert sein müssen, haben wir vorgeschlagen, zu prüfen, wie Unternehmen und Institutionen gewonnen werden können, die eine solche Ausbildung und Zertifizierung sicherstellen können.

 

Beim App-Pilotprojekt "Meine-Stadt-rettet" konnten in den Städten Lübeck und Elmshorn innerhalb kurzer Zeit über 500 Personen für eine Teilnahme gewonnen werden, darunter viele Laien. Der Erfolg ist beachtlich. Nach durchschnittlich vier Minuten war ein Freiwilliger am Notfallort und fast jeder Dritte war mindestens drei Minuten vor dem Rettungswagen da. Andere App-Anbieter weisen nach, dass durch die schnelle Hilfe und Reaktionszeit nachweislich mehrere Menschen gerettet werden konnten.

 

Statistiken des Deutschen Reanimationsregisters zeigen, dass nur bei jedem dritten Herzstillstand Ersthelfer mit dem Wiederbeleben begonnen haben, wenn die professionellen Retter eintreffen. In Schweden liegt die Quote mit 70 Prozent deutlich höher. Der Grund: Dort hat fast jeder Erwachsene die Herzdruckmassage und die Nutzung eines Defibrillators in Kursen geübt.

 

Patrick de Vos und ich haben Kontakt zu den Firmen aufgenommen, die Apps wie "Meine-Stadt-rettet", "Mobile Retter", "FirstAED" und „corhelp3r" anbieten und lassen prüfen, inwieweit die Rettungsleitstelle im Rhein-Erft-Kreis den Einsatz koordinieren kann. Für die Defibrillatoren vor Ort sind die jeweiligen Kommunen zuständig.

 

Der Deutsche Rat für Wiederbelebung befürwortet den flächendeckenden Aufbau solcher Systeme. „Leider hat bisher aber noch jedes System einen eigenen Standard, keines ist mit den anderen kompatibel. Das macht eine Lösung nicht einfacher. Meiner Meinung nach muss es aber einfach sein, Leben zu retten.“ 

Mein Kreis - meine Heimat

Rhein-Erft-Kreis, 18.05.2018

 

Unter dem Motto "Mein Kreis, meine Heimat" stellen sich die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion in einer lockeren Art vor und präsentieren dabei Interessantes aus Ihrem Wahlkreis.

 

In dem Video aus dem nördlichen Rhein-Erft-Kreis stelle ich mich vor und zeige den Zuschauern viele Sehenswürdigkeiten in Bedburg, Alt-Kaster, Königshoven, Kirchherten und Grottenherten.

 

Das Video ist aufrufbar auf YouTube unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=53tO6qGpKmc

 

Weitere Informationen und Videos zum Motto "Mein Kreis - meine Heimat" sind auf der Webseite der CDU Kreistagsfraktion unter http://www.cdu-fraktion-rhein-erft.de zu finden.

 

Weitere Informationen finden Sie auf meinen Archivseiten.

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